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Lean Startup

LeanKompletzt Aufgrund des Artikels aus der Zeitschrift startingUp (Ausgabe Jun/Jul/Aug12) habe ich mich dazu entschieden, einen Artikel über die Thematik Lean StartUp zu schreiben.

In Bezug auf das Projekt der OTH, könnte man sich damit auseinandersetzen, ob dieser Ansatz auch für solch eine Unternehmung in Frage käme?!

Was ist ein Lean StartUp?

Das klassische StartUp wird meist auf der Basis einer Idee, Opportunity, geeigneten Kernressourcen bzw. -kompetenzen gegründet. Es wird in aller Regel ein Business Plan aufgesetzt, um sich zu finanzieren bzw. das Eigenkapital aufzustocken. Im Stillen wird dass Produkt/DL weiter optimiert bis man schlussendlich mit der Idee/Produkt/DL auf den Markt geht. Mit der Einführung des Produktes beginnt der Lebenszyklus eines klassischen Startups, wobei der Lean StartUp an einer früheren Stufe probiert in den Prozess einzugreifen bzw. am Markt schon aktiv zu werden.

Wenn wir es mit dem Entrepreneurial Process beschreiben sollten (1. Wertschöpfungspotenziale entdecken; 2. Treffen von…; 5.Wachstum und Realisierung Unternehmenswert), wird ein Startup erst in der dritten Phase aktiv und hat Kontakt zum möglichen Markt/Kunden. Das Lean StartUp probiert hier früher einzugreifen und mit Hilfe der Kunden das Produkt „Schlanker“ und schneller für den Markt bereitzustellen.

Auf der einen Seite kann man die Vorteile, mit dem Kunden direkt das Produkt weiterzuentwickeln, schnell zu lernen, umzusetzen, verbessern und wieder zu implementieren wahrnehmen, wobei man das Risiko am Markt vorbeizuproduzieren stark vermindert. Der Kunde wird hier in den Prozess (Schritt 2. Treffen von Annahmen, Geschäftsmodell erstellen) involviert und frühzeitig können Fragen, wie: Wer sind meine Kunden? Wie sieht ihr Problem/ Bedürfnis aus, dass ich besser lösen kann, als der Wettbewerb und was genau ist meine Lösung für die Befriedigung der Bedürfnisse meiner Zielgruppen? geklärt werden.

Lean StartUp ist somit ein zeitlicher Ansatz, bei dem die Kunden frühzeitig  in den Produktentwicklungs-/ Unternehmensprozess eingegliedert werden und idealer weise sich daraus Erfahrungswerte (Bauen-Messen-Lernen) ergeben, die Mehrwert für Markt, Kunden aber auch für die internen Abläufe bringen (Synergien).

Bauen: In kürzester Zeit ein Produkt mit Grundfeatures  für bestimmte Zielgruppen (Innovatoren und Early Adaptors) anzubieten, MVP (Bsp.: Teaser, Landing Page, Prototyp, Pre-Orders). Ziel ist es, mit minimalem Aufwand, das größtmögliche Feedback zu erhalten und den größtmöglichen Erfolg beim Lernen zu erzielen.

Messen: Produkt/GM wurde erstellt, jetzt soll gelernt, verbessert und angepasst werden. Dazu muss getestet, ausgewertet und analysiert werden. Dafür wurden Annahmen (Qualität, Preis, Kosten, Marktpotential usw.) aufgestellt, die jetzt mit Hilfe des Produktes/GM  und dem Kunden getestet werden (verschiedene Vorgehensweisen(s. Artikel aus Zeitschrift)).

Lernen: Ergebnisse mit Team besprechen, auswerten und sich Lösungsansätze, Ideen, innovative Modifikation ausdenken für Produkt/DL oder Geschäftsmodell, die die Bedürfnisse ihrer ertragsstärksten Kunden befriedigt.

Fazit: Lean StartUp empfiehlt sich als Innovationsprozess, um schlank und schnell alle riskanten Annahmen im Geschäftsmodell zu prüfen und daraus zu lernen und anzupassen. Sowohl der Markteintritt als auch der Erfahrungsprozess wird frühzeitig aktiviert und spart in aller Regel Zeit und Kosten.

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