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Vom Business Modul Canvas zum Lean Canvas

Ash Maurya der Autor des Buches „Running Lean“ befasste sich für sein Buch intensivst mit dem Business Modul Canvas. Maurya glaubt aber, das BMC beschäftige sich an einigen Stellen mehr mit den Dingen, die Firmen tun müssen, die bereits einen Produkt/Markt-Fit erreicht haben. Liegt der hinter einem, kann man skalieren – und beim Skalieren sind andere Dinge wichtig als bei einem Startup, das diesen Produkt/Markt-Fit noch sucht.Bild

Speziell bemängelt Maurya, dass Startups eine längere Phase des Lernens vor sich haben. In dieser Zeit geht es bei den Startups, speziell den Lean Startups, besonders darum, alle riskanten Annahmen ihres Geschäftsmodells zu prüfen. Und das fängt bei Kunde-Problem-Lösung (C-P-S) an. Darauf legt das Business Model Canvas, aus seiner Sicht nicht viel Wert. Daher sah er die Notwendigkeit, das BMC zu überarbeiten und ein Lean Canvas zu entwickeln.

Dabei wurden mehrere Aspekte des Business Model Canvas ersetzt. Sein Ziel war es, lean zu sein. Er wollte ändern, aber nichts hinzufügen. Also ersetzte er Aspekte des Geschäftsmodells, die für skalierende Firmen wichtiger sind, durch Aspekte, die bei Lean Startups eine größere Rolle spielen. Gestrichen wurden Schlüssel-Partner, Schlüssel-Aktivitäten und Schlüssel-Ressourcen, sowie die Kunden-Beziehungen. Aufgegeben hat Ash Maurya damit auch die einfache Zuordnung zu Einnahmen und Kosten:

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Neu hinzugefügt hat Maurya die folgenden Aspekte eines Geschäftsmodells:

Problem: Damit ist das Problem des Kunden-Segments des Startups gemeint. Wer ist Zielgruppe? Wie sieht deren Problem genau aus? Wie äußert es sich, welche Workarounds gibt es für die Kunden?

Die meisten Startups scheitern, weil sie das falsche Produkt bauen. Sie lösen irgendein Problem, leider nicht das ihrer Zielgruppe. Die richtige Kombination von Kunde-Problem-Lösung ist aber so wichtig für den Erfolg eines Produkts, dass das Problem explizit als Bestandteil des Geschäftsmodells ist.

Lösung (Solution): Problem verstanden? Dann ist die Lösung nur noch halb so kompliziert. Wenn man aber das Problem nicht kennt, dann kann man es auch nicht richtig lösen. Man soll sich mehrere Lösungs-Features ausdenken, aber nicht zu viele – immerhin sollst man aus der Lösung ein minimal akzeptables Produkt (MVP) entwickeln.

Schlüssel-Metriken (Key Metrisch): Bei Lean Startup geht es darum, die riskanten Annahmen in einem Geschäftsmodell zu messen und zu überprüfen. Hier legt man fest, was man wie messen will. Was musst man wie messen, um seine riskantesten Annahmen zu validieren?

Unfaire Wettbewerbsvorteil (Unfair Advantage): wie sorgt man dafür, dass niemand kommt und seinem Startup Konkurrenz macht?

Hier nochmal das BMC:

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