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Intrapreneurship als Innovationsgarantie

Intrapreneurship dient als nachhaltiger Erfolgsfaktor, als anhaltende Innovationsgarantie für dauerhaft integriertes Entrepreneurship in Unternehmen.

Dies bezieht sich nicht nur auf Produkte, es bezieht sich ebenfalls auf Unternehmensstrukturen. Nicht selten ist es empfehlenswert zu alten Regeln und Gewohnheiten „Adieu“ zu sagen und für etwas Neues Platz zu machen.

In meinem letzten Blogeintrag zur Generation Y habe ich die Erwartungen von Arbeitnehmern wie Freiheit zum eigenen Engagement, Mitspracherecht, Begegnung mit den Vorgesetzten auf Augenhöhe beschrieben. An diese müssen sich Unternehmen mehr und mehr anpassen, um nicht unterzugehen. In der heutigen Zeit müssen Unternehmer nicht nur mutig sein und Neues wagen, indem sie z.B. Hierachien abbauen, sie sollten auch die Wichtigkeit hierzu erkennen.

Hierzu beweist sich Intrapreneurship als ausgesprochen empfehlenswerter Ansatz! In der Rede von Guy Kawasaki zu seinem Buch „The Art of the Start“, welche wir im Rahmen des Themenfeldes angehört haben, haben wir unter anderem einen Eindruck zu Intrapreneurship bekommen.

Intrapreneure sind Mitarbeiter in einem Unternehmen, welche gleichzeitig als Innovatoren funktionieren. Sie entwickeln unternehmerische Visionen und handeln entsprechend.
R. Pieper definiert sie folgendermaßen: „Intrapreneure sind innerbetriebliche Unternehmer, die zwar festangestellte Mitarbeiter des Unternehmens sind, sich aber wie innovative Unternehmer verhalten und neue Produkte, Dienstleistungen und Verfahren entwickeln.“
Gifford Pinchot sagt: „intrapreneurs, like entrepreneurs, are not necessarily inventors of new products of service. Their contribution is in taking new ideas or even working prototypes and tuning them into profitable realities.“

Von ihm stammen auch „The Intrapreneur’s Ten Commandments„:

10 Gebote für Intrapreneure

1. Komme jeden Tag mit der Bereitschaft zur Arbeit, gefeuert zu werden.

2. Umgehe alle Anordnungen, die deinen Traum stoppen können.

3. Mache alles, was zur Realisierung deines Ziels erforderlich ist – unabhängig davon, wie deine eigentlichen Aufgabenbeschreibung aussieht.

5. Folge bei der Auswahl von Mitarbeitern deiner Intuition und arbeite nur mit den Besten zusammen.

4. Finde Leute, die dir helfen.

6. Arbeite so lange es geht, im Untergrund – eine zu frühe Publizität könnte das Immunsystem der Organisation mobilisieren.

7. Wette nie in einem Rennen, wenn du nicht selbst darin mitläufst.

8. Denke daran – es ist leichter um Verzeihung zu bitten als um Erlaubnis.

9. Sei ehrgeizig in Bezug auf deine Ziele, aber realistisch im Bezug auf die Möglichkeiten, diese zu erreichen.

10. Halte deine Sponsoren/Förderer in Ehren.

Man kann streiten, wie man diese Gebote nun bezeichnen will. Ob übertrieben, provokant, inspirierend – mutig ist es auf jeden Fall und vielleicht sogar mit der mitbringenden Herausforderung ein Schritt in die richtige Richtung.

Pinchot muss sich eingehend mit Machiavelli beschäftigt haben, denn in den 10 Geboten sind einige Parallelen zu seinen Kernsätzen zu erkennen. Um ein paar zu nennen:

4. Gebot – Verläßliche Anhänger finden.
9. Gebot – Ziele müssen realisierbar sein sowie realisiert werden und man muss ganz hinter ihnen stehen.
10. Gebot – Erhalte die Loyaliät deines Förderers.

Das 8. Gebot widerspricht Machiavellis Grundsatz: „Große Männer vergessen Kränkungen nicht, egal, durch welche Wohltaten man sie hinterher zu gewinnen sucht“.

Meiner Meinung nach ist Intrapreneurship ein brillianter Ansatz, um die Motivation der Mitarbeiter, welche in Startups noch ganz natürlich ist beizubehalten. Oder Motivation in länger bestehenden Unternehmen zu erzeugen. Außerdem hilft es, die Mitarbeiter mehr in das Unternehmen und seine Tätigkeiten miteinzubeziehen.

Einige befürchten wahrscheinlich dadurch an Kontrolle und an Wichtigkeit der Position im Unternehmen zu verlieren. Was denkt ihr darüber? Würdet ihr euren Mitarbeitern in einem solchen Rahmen Freiheit zur Mitentwicklung und -gestaltung geben?

Gen Y – How Boomer Babies are Changing the Workplace

Vor 10 Jahren noch die Thumb Gerneration, sind sie heute als die Digital Natives bekannt – die Ypsiloner, die goldene Generation, die Millennials – die Gewinner und Veränderer des heutigen Arbeitsmarktes. – Die Wiegenkinder der Achtziger und Neuziger.

Wir sprechen hier von der ersten Generation, die mit dem Internet sowie mobiler Kommunikation aufgewachsen und daher technologisch als überaus affin zu bezeichnen ist. Eine Tatsache, die schon vor einem Jahrzehnt erste Auswirkungen zeigte:

„Handheld-Technologien wie Mobiltelefone, GameBoys und Notebooks haben bei der Handy-Generation unter 25 Jahren zu einer biologischen Mutation des Daumens geführt“, so das Ergebnis einer Untersuchung der „Cybernetic Culture Research Unit“ an der Warwick University. Weiter berichtete schon damals die britische Zeitung „Observer“, seien durch mobile Geräte die Fingeraktivitäten in Richtung Daumen verlagert worden.

Bis heute hat sich diese Entwicklung intensiviert und lässt sich mittlerweile zunehmend auch im sozialen Kontext erkennen: die Millennials identifizieren sich über die Marken ihrer Computer oder Mobiltelefone. Sie sind Mac oder PC, Android oder iPhone Benutzer. Sie sind über Laptop, Smartphone, iPad o.Ä. am twittern, facebooken, whatupsen und so ständig in sozialen Netzwerken unterwegs.  Ihren klaren Status teilen sie in Online-Netzwerken offen und selbstbewusst mit, was wiederum dem Social-Media-Marketing eine immer größere Bedeutung zukommen lässt.

Darüber hinaus hat wohl kaum eine Generation die Arbeitsplätze so maßgebend verändert wie die Ypsiloner.

Seit über einem Jahrzehnt zählen sie nun schon zu den Arbeitsfähigen; Unternehmen sind auf sie angewiesen und dennoch immer noch nicht richtig auf sie vorbereitet. „Diese Gerneration wird die Arbeitskultur in den Unternehmen radikal umkrempeln“, so Anders Parment, der ein Buch über die Ypsiloner geschrieben hat.

Die „goldene Gerneration“ charakterisiert sich durch eine Reihe von Eigenschaften: Sie sind qualifiziert und haben eine gute Ausbildung genossen, die meisten haben einen Fachhochschul- oder Universitätsabschluss. Auslandaufenthalte, Arbeitsplatzwechsel und zahlreiche Praktika sind beinahe selbstverständlich. Sie sind dynamisch und kreativ, selbstbewusst, optimistisch, extrem anspruchsvoll und wählerisch. Routine ödet sie an. Sie arbeiten lieber in Teams; ob direkt vor Ort oder virtuell, während sie Hierarchiesysteme mehr und mehr verabscheuen. Sie möchten ihren Vorgesetzten auf Augenhöhe begegnen und zögern nicht lange mit ihrer eigenen Meinung und Kritik. Sie sind motiviert Überstunden zu machen, wenn sie darin einen Sinn erkennen und der Job Spaß macht. Doch anders als es charakterisierend für die Fünfzigerjahre war, wollen sie nicht mehr nichtstuend Stunden verstreichen lassen, sondern den Schreibtisch verlassen, wenn ihre Aufgaben erledigt sind.

Forderungen an den Arbeitgeber wie beispielweise Elternzeit, klare Aussagen über Karierechancen, gute Bezahlung, Weiterbildungen durch den Arbeitgeber, ect. zunehmend alltäglich, während dies früher außergewöhnliche Extras waren. Arbeitgebern bleibt hierbei im Rahmen der Einstellung neuer Mitarbeiter nur noch wenig Entscheidungsfreiheit, denn der Anteil der Millennials unter den Erwerbsfähigen wird von Jahr zu Jahr größer, während die Anzahl aller Erwerbsfähigen stetig und immer schneller abnimmt.

„Schon seit einigen Jahren nimmt die Verweildauer in den Firmen stark ab. Wer jetzt auf den Arbeitsmarkt kommt, weiß, dass er wertvoll ist und jederzeit wechseln kann“, sagt Wilhelm Bauer vom Fraunhofer-Institut für Arbeitswirtschaft und Organisation. Also bleibt dem Arbeitgeber nicht mehr viel anderes übrig, als sich den Anforderungen anzupassen.

Das ist auch der Grund dafür, dass Themen wie Unternehmensphilosophie, und -kultur, dezentralisierte Führung und Beyond Budgeting eine immer größere Bedeutung in der Unternehmeswelt bekommen.

Diese Themen richten sich also nicht mehr nur an Social-Entrepreneure, sondern an alle Unternehmer, die den deutlichen Trend der goldenen Generation überleben wollen – besser gesagt müssen.

Es ist für bestehende aber auch zukünftige Unternehmer, wie wir es in unserem Studiengang anstreben zu werden, von Vorteil dieses Phänomen von Beginn an zu beachten.

Arbeitsplatz der Zukunft

Das betahaus ist ein Raum für Coworking. Es hat sich zur Aufgabe gemacht einen Arbeitsplatz der Zukunft zu schaffen.

Gerade arbeite ich neben dem Studium in einem Start-up Unternehmen von Freunden, „Anleiter.de“. Sie haben ihr Büro seit knapp zwei Jahren im betahaus. Daher bekomme ich gerade viel von der einzigartigen Stimmung in diesem Haus mit. Man trifft täglich junge, innovative und offene Gründer und Gründungsinteressierte, die wie ich und wir darauf aus sind zu netzwerken. Man bekommt ständig neue Anreize, wird motiviert und sitzt direkt am Puls von Europas Start-up-Metropole Berlin.

Das betahaus meint, dass Werte nicht mehr in klassischen Büros geschaffen werden und dass „Wertschöpfung an unterschiedlichen Orten, zu unterschiedlichen Zeiten, in wechselnden Teamkonstellationen und ohne Festanstellung statt findet“. Diese Meinung entspricht auch meiner eigenen vollkommen.

Das betahaus bietet einen Raum für Start-ups, Freiberufler, Künstler und andere Arten von Unternehmen und Unternehmungen „mit einer Mischung aus entspannter Kaffeehaus-Atmosphäre und konzentriertem Arbeitsumfeld zwischen Arbeit und Privatsphäre an, in der Innovation und Kreativität gefördert wird“.

Man kann sich hier für einen einzigen Tag, eine Woche, einen Monat aber auch dauerhaft mit oder ohne Team einmieten und neben der innovativen „Macher-Stimmung“ den Service nutzten, der einem angeboten wird (zum Beispiel: Drucker, Getränkebestellung für den Arbeitsplatz, Nutzung von Konferenzräumen…).

Zum Beispiel haben Car2go und CoffeeCircle, die einigen bekannt sein dürften, ihr Büro im betahaus. Auch eines der Unternehmen, welches im Rahmen des Themenfeldes von einer Gruppe unterstützt wird ist hier vertreten. Leider komme ich nicht mehr drauf, welches es war, vielleicht könnt ihr mir weiter helfen.

Neben dem ersten betahaus in Berlin gibt es inzwischen noch weitere in Köln, Hamburg, Sofia und Barcelona. Weitere sind in Planung.

Wer Lust auf mehr bekommen hat, dem kann ich empfehlen das betahaus z.B. bei einer Führung kennenzulernen. Ansonsten gibt es jeden Donnerstag von 9.30 – 11.00 ein betabreakfast, bei welchem ein Unternehmen vorgestellt und diskutiert wird und man nebenbei noch die Chance hat, nicht nur mit betahaus-Mitgliedern zu netzwerken :). Auch ein Blick auf ihre Website ist empfehlenswert.

Wer weiß, wer von uns vielleicht auch bald sein Büro im betahaus hat!