Archiv der Kategorie: Entrepreneurship

Why blogging is so popular?

In the later 90´s the first blogs were released. This time they were told „online journals“ and their users wrote in everything they were interested in or what was going on in their life. Some years later people could already create their own blogs through online platform services like „Xanga“.

In 1997 – 100 blogs were registered at Xanga, 2005 it was 20 millions,

So why blogging became so attractive to people?

Well, at first it is much easier to create a blog through a platform like wordpress or sth. similar than creating a well designed webpage. Secondly, a lot of people want to communicate through the internet about their experiences, their wishes or their input they get everyday. Sure, social networks can be used for this, too, but if you blog, you keep control over your content.

Statistics say there are 2 different types of bloggers,

The first one is the personal blogger. Over 70 percent of all the blogs are personal blogs. Like I said before, people talk about their life  and publish their variety experiences.

The second one is the non-personal blogger. He blogs to give information to people or comment things happening in the world. Also he blogs about news, specific knowledge topics or his work.

Non personal blogger are mostly men. Their blogs in average have more reader and the non personal blogger spend much more time in blogging than personal blogger,

Statistics showed the following division in blogging motivations:

Over 70 % – blog over ther own life, experiences and new ideas.

Over 30 % – blog to inform about their working areas, their own knowledge topics.

Over 10 % – blog for working reasons.

In general, women’s blog more than men. However men blog more about political or economic topics. The private blogs are more dominated by women.

So why blogging is so attractive is maybe answered with the advantages across from social networks.

 

1. Blogs are more consistent and provide more safety than social networks.

2. If you blog professional, your blog WILL become professional for sure,

3. Blogs improve your Google Rankings, Social networks doesn´t.

4. Created content is much more longer to find then posts in social networks.

5. Created content is visible to everyone and there is no need for relations to show it to people.

6. The blog is yours. You can do with it what you want, when you want, how often you want. Everything is individual changeable. And it´s yours 😉

So, maybe after our little excursion in this semester, I will try to blog in future…maybe I like it.

what about you?

Getaggt mit

Wie bewerte ich eine Geschäftsidee?

Wer sich mit Entrepreneurship wie wir beschäftigt, dem kommt sicher früher oder später die naheliegende Idee, selbst ein Unternehmen zu gründen. Oder morgens beim Duschen bekommt man plötzlich den genialen Geistesblitz, der einen in Kürze zum Multimillionär machen könnte. Doch hat sich der erste Enthusiasmus einmal verflüchtigt, gilt es eine Idee genauer auf ihr Potential zu untersuchen. Denn wer will schon gern scheitern? Wie man dabei vorgehen kann, möchte ich an dieser Stelle vorstellen.

Startup Matrix

Um eine gewisse Vergleichbarkeit und Nachvollziehbarkeit bei der Bewertung einer Idee zu gewährleisten bietet es sich an, vorher feste Kriterien festzulegen. Doch welche Kriterien sind dabei sinnvoll? Bei meiner Recherche bin ich auf einen Ansatz gestoßen, der sich aus meiner Sicht gut dazu eignet, da er neben finanziellen Aspekten auch persönliche Aspekte berücksichtigt. Nicht jede Idee, die ein hohes Einkommen verspricht, lässt sich auch durch jeden Gründer umsetzen, da jeder über individuelle Stärken und Schwächen verfügt.

Hier die neun Kriterien, entnommen aus der Startup Matrix von der Firma dumbpunk:

  • Pain
    – löst das Produkt oder der Service ein echtes Problem (=echten Schmerz) beim Kunden? Dann ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass sie dafür auch Geld bezahlen, um diesen Schmerz zu lindern.
  • Market
    – lässt sich mit dem Produkt oder Service ein ausreichend großer Markt adressieren? Oder bedient man eher eine Nische? In Kombination mit den Kriterien „Competition“ & „Margins“ ergibt sich daraus das Absatzpotential.
  • Product
    – lässt sich das Produkt oder der Service skalieren? Oder entstehen für jedes Produkt erneut Kosten? Höhere Skalierbarkeit führt zu höheren Ertragsmöglichkeiten.
  • Passion
    – hat der Gründer den nötigen Bezug zum Produkt um auch in schweren Zeiten committed zu bleiben? Oder langweilt das Thema schon auf den ersten Blick (unabhängig von den möglichen Ertragschancen)?
  • Expertise
    – reichen die Fachkenntnisse im Team aus um das anzubieten, was benötigt wird? Oder müssen wichtige Positionen erst noch besetzt werden?
  • Competition
    – wie sieht der Wettbewerb im angestrebten Umfeld aus? Gibt es überhaupt schon welchen und wenn ja, wie sehr wird er dominiert?
  • Cost
    – stehen die Kosten der Unternehmung im sinnvollen Verhältnis zu den möglichen Erlösen? wie hoch sind die „customer acquisition costs„, also die Kosten um einen Kunden zu gewinnen?
  • Recurring
    – wie steht es um die Wiederkehrrate nach einem Kauf? Wie groß ist der Customer Lifetime Value, also wieviel bringt ein Kunde während seiner Beziehung zum Unternehmen ein?
  • Margins
    – wie hoch ist die Marge beim Verkauf von einer Einheit? Kleine Margen benötigen ein hohes Absatzvolumen, größere Margen ein geringeres.

(Wer von euch andere Kriterien für sinnvoll hält, kann dies gern in den Kommentaren begründen.)

startupmatrix

Abb.: Startup Matrix

Fazit

Wer all diese Bereiche bei der Bewertung seiner Idee berücksichtigt, bekommt schnell einen guten Eindruck, ob er diese weiterverfolgen sollte oder eher davon Abstand nehmen sollte. Offenbaren sich durch die Analyse einige Punkte als Schwächen, bedeutet dies zwar nicht automatisch, dass sie sich nicht für eine erfolgreiche Gründung eignet, aber der Gründer ist darauf im Vorfeld vorbereitet und kann sich bei der Umsetzung darauf einstellen. Wichtig ist also das gesunde Verhältnis aus Risiken & Chancen.

Doch: bei allen Analysen und Überlegungen die sicherlich ihre Berechtigung haben, eignen sich manche Gründungsideen  – gerade im Internetbereich – dafür, einfach mal kostengünstig zu testen und dadurch wichtige Erfahrungen zu sammeln. Oftmals bildet sich durch die gewonnen Erkenntnisse der Ausgangspunkt für eine lukrative anderweitige Idee. Zwar wird nicht jede Idee dadurch zum Erfolg, aber “Shoot for he moon. Even if you miss, you will land among the stars“ (Les Brown).

In diesem Sinne freue ich mich, von euren zukünftigen Projekten zu hören!

Getaggt mit , , ,

Unternehmensnachfolge gegen Unternehmensgründung

Bei einer Nachfolge eines bestehenden Unternehmens wird wie bekannt eine vorhandene und meist am Markt etablierte Geschäftsidee erworben. Das Risiko eines Misserfolges reduziert sich dadurch. Prozesse, Produkte und Dienstleistungen sind erprobt und in der Regel ist ein Anlagevermögen vorhanden. Der Wettbewerb und die Kunden sind bekannt. Unternehmerische Ressourcen wie Lieferanten, Kunden, Mitarbeiter, Kow-how und vieles mehr sind vorhanden.

Die attraktive Substanz eines Unternehmens ist die Voraussetzung für eine mögliche Übernahme durch Familienangehörige oder externe Interessenten. Unternehmen mit einem Jahresgewinn unter EUR 50.000,00 haben gewöhnlich keine genügende Substanz zur Aufrechterhaltung.

Gründe für Nachfolgeregelungen

Laut IFM Bonn stehen in dem Zeitraum von 2010 bis 2014 mehr als 100.000 Familienunternehmen vor der Frage, wie das Unternehmen in der Zukunft weitergeführt werden soll.

Die Gründe für Nachfolgeregelungen sind in der Regel wie folgt:

  • Altersgründe ca. 65 %
  • Scheidung, Streit etc. ca. 8 %
  • Unerwartet durch  Krankheit, Unfall, Tod  ca. 26 %

Für einen potentiellen Nachfolger sind die wichtigsten Kriterien für die Übernahme die Produkte und die derzeitige Gewinnsituation des Unternehmens.

Die Nachfolgen werden in der Regel wie folgt umgesetzt:

  • Familienmitglieder  ca. 44 %
  • Mitarbeiter ca. 10 %
  • externe Führungskräfte ca. 16 %
  • Unternehmensveräußerung ca. 21 %
  • Stilllegung  ca. 8 %

 

Realisierung

Die Hälfte aller Nachfolgeinteressenten ändert laut IFM Bonn den Nachfolgeplan und Gründen ein Unternehmen, da bei der Übernahme zu große Hürden überwunden werden mussten im Gegensatz zu einer Neugründung. Die Anforderungen an einen potentiellen Nachfolger sind sehr hoch. Sie benötigen ein großen Wissen, viel Erfahrung, eventuell ein Coaching und natürlich das Kapital.

Ermittlung des Unternehmenswertes

Es gibt viele Methoden die je nach Unternehmensart Anwendung finden können. Grundsätzlich gibt es zwei unterschiedliche Bewertungsansätze, einerseits das Substanzwertverfahren und andererseits das Ertragswertverfahren. Für diese Verfahren ist eine absolute Transparenz der Kennzahlen notwendig. Die Bewertung muss neutral und unabhängig geschehen, da diese einen fairen Verkaufspreis ermitteln sollen.

Übertragungsphase

Der Nachfolger benötigt eine Einarbeitung in den Betrieb, denn man erwirbt nicht beim Kauf des Unternehmens gleich das Vertrauen der Mitarbeiter, Kunden und Lieferanten. Oftmals kann dieser Prozess mehrere Jahre dauern.

Bei einer externen Nachfolge ist die Übernahme wesentlich schwieriger als bei Familienangehörigen oder bei einer internen Nachfolge. Alleine einen geeigneten Nachfolger zu finden ist relativ schwierig, ist dieser gefunden bricht in 70 bis 80 % der Fälle die Nachfolge mangels Finanzierung trotzdem ab.

Oberstes Gebot – Diskretion!

Ein vorzeitiges Bekanntwerden der geplanten Nachfolgeregelung kann in vielen Fällen zu einem irreparablen Schaden für das Unternehmen und auch den Interessenten bzw.  Nachfolger führen.  Mitarbeiter, Lieferanten, Kunden, die von einer solchen Veränderung erfahren, halten schnell nach Alternativen Ausschau.

Getaggt mit ,

Vor- und Nachteile von Individual- und Standardsoftware

Was ist Software?
Der Begriff „Software“ ist in der heutigen Zeit so gebräuchlich, dass gar nicht mehr versucht wird, diesen zu übersetzen. Software ist das Gegenstück zur Hardware, den physischen Komponenten eines Computersystems. Nach gängiger Definition bezeichnet Software die Gesamtheit aller Programme und deren Dokumentation, die auf einem Computer eigesetzt werden können. Software wird benötigt um eine Datenverarbeitungsanlage zu betreiben.

Software lässt sich in folgende Untergruppen einordnen:
Zum einen die Basissoftware bzw. Systemsoftware. Diese wird erschaffen, um die Hardware zu betreiben. In erster Linie gehört hierzu das Betriebssystem, welches den Betrieb von Anwendungssoftware auf Datenverarbeitungsanlagen überhaupt erst ermöglicht.

https://i2.wp.com/praxistest.cc/wp-content/uploads/2012/12/mac-linux-windows.jpg
Zum anderen ermöglicht Anwendungssoftware die Bewältigung von Aufgaben seitens des Anwenders mit Hilfe von Computersystemen. In dem ökonomischen Anwendungskontext gehört hierzu beispielsweise Rechnungswesen, Lieferkettenmanagement, Personalverwaltung, da man sich Unternehmen aufgrund des Kosten-Nutzen-Verhältnisses eine langfristige Rentabilität versprechen.

Die Anwendungssoftware wird in zwei verschiedene Arten unterschieden:
Standardsoftware ist unternehmensübergreifend entwickelte Software. In der Regel ist diese für die entwickelt, darüber hinaus gibt es aber auch Standardsoftware die für kleinere Zielgruppen mit speziellen Bedürfnissen konzipiert ist. Die bekanntesten weltweiten Unternehmen in diesem Sektor sind unter anderem SAP, Microsoft und Oracle. Anwendungsbeispiele sind hierfür unter anderem Textverarbeitung, Tabellenkalkulation und Buchhaltung.
Individualsoftware ist eine Softwarelösung die individuell angefertigt ist. Hierbei wird ein neuartiges Produkt entsprechend den individuellen Anforderungen des Nutzers konzipiert. Das nutzende Unternehmen muss dieses nicht zwingend mit eigenen Entwicklern programmieren. Oftmals werden externe Unternehmen beauftragt eine solche Software zu entwickeln.
Es gibt eine Zwischenlösung für Unternehmen auf die diese beiden Anwendungssoftwaregruppen nicht passen. Hier gibt es das Prinzip „Buy, Customize and Integrate“ (vgl. Gadatsch, A. (2008), S.314) dies beschreibt das Kaufen von Standardsoftware, die gemäß den individuellen Anforderungen verändert oder ergänzt wird. Hier wird auf die benötigten Module zurückgegriffen.

Vor- & Nachteile von Standardsoftware
In erster Linie ist Standardsoftware in der Anschaffung kostengünstig und steht sehr schnell zur Verfügung, da diese bereits im Vorfeld unternehmensübergreifend entwickelt wird und die Kosten durch eine größere Kundenzahl relativiert wird. In der wird von den Herstellern versucht, mit einer Software den gesamten Bedarf einer Branche abzudecken. Hierdurch wird ein relativ breiter Funktionsumfang gewährleistet.
Der notwendige Aufwand für die Einführung ist für die Unternehmen ein Nachteil. In der Regel passt die Software aufgrund der Orientierung an universalen Unternehmensstrukturen nicht nahtlos in ein bestehendes Unternehmen. Dies wird oftmals zum Anlass genommen, die Geschäftsprozesse an Industriestandards anzupassen. Darüber hinaus wird oft neue Hardware angeschafft und die Mitarbeiter müssen meist auf ein neues System umgeschult werden.
Globale Unternehmen profitieren von den wechselbaren Sprachoptionen, die bei der Software verfügbar sind.
Des Weiteren wird Standardsoftware vom Hersteller ständig weiterentwickelt. Dadurch sind die Unternehmen auf dem aktuellsten, gerade im Hinblick auf Gesetzesänderungen, die beispielsweise geänderte Vorgehensweisen in der Buchhaltung erfordern. Andererseits entsteht hiermit eine Abhängigkeit gegenüber dem Softwarehersteller.
SAP erwirtschaftet ca. 40% ihres Umsatzes nur mit der Softwarewartung.

https://i0.wp.com/www.achtzehn99.de/assets/news/2011/02/_resampled/SetWidth560-sap020211.jpg

Vor- & Nachteile von Individualsoftware
Für Individualsoftware wird weitaus mehr Budget benötigt als für Standardsoftware, da die Entwicklung individuell auf ein Unternehmen maßgeschnitten wird. Dafür muss sich das Unternehmen nicht anpassen, die bestehende Struktur kann als Basis für die Entwicklung verwendet werden. Somit ist eine nahtlose Einführung im Austausch alter Software gewährleistet, sofern dabei kein unvorhergesehenes Problem auftritt.
Die Individualsoftware ist perfekt auf das Unternehmen zugeschnitten und ermöglicht dadurch ein effizientes Arbeiten.
Mit einem eigenen Entwicklerteam macht sich das Unternehmen unabhängig von den Standardsoftwareherstellern.
Wenn sich die Entwickler im eigenen Hause befinden, müssen diese permanent unterhalten werden. Sie sind in der Arbeitsstärke weniger flexibel, was bei Änderungen Problem verursachen kann.

Getaggt mit , ,

Hashtag – Zahlen per tweet!?

Der Kreditkartenkonzern American Express ermöglicht seinen Nutzern ab jetzt ihre Kreditkarte mit ihrem Twitterkonto zu verbinden. Durch die Verbindung hat man die Möglichkeit mit einem Schlagwort, per sogenanntem Hashtag (#…) bspw. eine Geschenkkarte zu kaufen. Nach dem erfolgten Hashtag antwortet American Express mit einem weiteren Hashtag auf den wiederum mit einem nächsten Hashtag reagiert werden muss. Erst dann ist der Kauf abgeschlossen.
Auch hat man die Möglichkeit mit einem bestimmten Hashtag Rabatte in bestimmten Shops zu erhalten.

Wenn sich das Prinzip durchsetzt ist das von Facebook bestimmt auch nicht mehr weit entfernt. Auch andere Kreditkartenkonzerne könnten sich dann anschließen.

 

Gerade auch was Bezahlfunktionen in sozialen Netzwerken angeht, wird motiviert gearbeitet:
In fernerer Zukunft wird man sicher auch nicht mehr nur über soziale Netzwerke zahlen, sondern auch die Nutzung der Plattform an sich! Facebook beginnt schon mit Premiumfunktionen wie Anzeigen-Hervorhebungen etc. Bald vielleicht normaler Standard für die Aufrechterhaltung des Profils? Ich denke gerade in diesem Bereich wird die Wirtschaft auf die Shareconomy reagieren und sein Kapital aus diesem Hype schlagen…

 

Getaggt mit

Shareconomy – Der Boom des ökonomischen Teilens

Der Trend zum Teilen steigt immer weiter: wir teilen unsere Autos mittels Carsharing, wir teilen manchmal unsere komplette Privatsphäre über soziale Medien oder fremde Personen betreten unser Eigentum mittels Flatsharing. Die Statussymbole verlieren immer mehr an Bedeutung, plötzlich ist es populär, Dinge zu leihen anstatt sie zu kaufen.
Das Problem: Die meisten Unternehmen sind nicht daran gewöhnt ihr Wissen zu teilen.

https://i1.wp.com/files.messe.de/007/media/04bilder/aufloesungsunabhaengig/2013_2/Shareconomy_CeBIT.jpg

Vom Haben zum Teilen.Shareconomy beschreibt die Veränderung der Gesellschaft und deren Verständnisses. Man kann darin mehrere Dimensionen sehen, zum einen kann es einen ausschlaggebenden Einfluss auf Prozesse in Unternehmen haben, da Social-Media-Instrumente immer mehr an Popularität gewinnen. Zum anderen ist das Netz das neue Teamwork. Lieferanten, Partner, Kunden und weitere werden in den gesammten Prozess mit eingebunden. Somit entsteht ein vernetzter Prozess. Hierzu muss die Wirtschaft bereit sein und umdenken. Das Wissen, Ressourcen und Kontakte müssen geteilt werden.

In vielen erfolgreichen Unternehmen gehören Instrumente wie Wikis, Blogs, Votings und Social-Media schon der Realität an.Diese ermöglichen ein schnelles Teilen von Wissen. Neue Software-Lösungen werden in den nächsten Jahren die Arbeitswelt stark verändern. Darunter wird sich auch die Kommunikation ändern. Daraus resultiert, dass einzelene Industriebranchen immer enger zusammenarbeiten werden, um Innovationen voranzutreiben.

Nicht ohne Grund steht die weltweit wichtigste Veranstaltung der digitalen Wirtschaft, die CeBIT 2013, unter dem Leitthema „Shareconomy“.

https://i2.wp.com/www.yourdealz.de/wp-content/uploads/CeBIT_2013.png

Getaggt mit

#7: WARUM gibt es Apple?

„Your time is limited,
so don’t waste it living someone else’s life.
Don’t be trapped by dogma
– which is living with the results of other people’s thinking.
Don’t let the noise of others‘ opinions drown out your own inner voice.
And most important, have the courage to follow your heart and intuition.“ 

– Steve Jobs

In meinen bisherigen und insbesondere meinem letzten Blog-Artikel fiel immer wieder die Frage nach dem Sinn oder dem WARUM eines Unternehmens, welche positiven Wirkungen sich daraus ergeben und inwiefern die Persönlichkeit des Gründers dabei eine Rolle spielt. Im Folgenden möchte ich versuchen, diese Thesen und dessen praktische Relevanz anhand der (stark verkürzten) Geschichte von Apple zu veranschaulichen.

Apples Aufstieg – Teil 1

Laut Simon Sinek besteht der goldene Kreis von Apple aus den folgenden Ebenen (siehe meinen letzten Blog-Artikel zur Erklärung dieses Modells):

  • WHY: „Everything we do, we believe in challenging the status quo. We believe in thinking differently.
  • HOW: „The way we challenge the status quo is by making our products beautifully designed, simple to use and user friendly.“
  • WHAT: „We happen to make great computers.“

Das WARUM des Unternehmens, den „status quo anzuzweifeln“ und „anders zu denken“ war in Steve Jobs Persönlichkeit stärker verankert als in der seines Mit-Gründer Steve Wozniak. Ein starkes WARUM allein reicht jedoch nicht aus. Die Umetzung ist ebenso wichtig. Diesen Part übernahm Steve Wozniak, der wusste, WIE dieses WARUM umgesetzt werden kann, indem er den ersten Apple Computer (das WAS) baute. Zu dieser Zeit (Ende der 1970er) waren Computer riesige Maschinen, die sich nur Unternehmen leisten konnten und Apple ermöglichte Menschen etwas wahrhaft Revolutionäres:

„The Apple gave an individual the power to do the same things as any company. For the first time ever, one person could take on a corporation simply because they had the ability to use the technology.“ – Steve Wozniak

Diese Idee wurde verfeinert, als Apple (wie auch Microsoft) die Idee eines „Graphical User Interface“ von Xerox PARC (einem Forschungszentrum) stahl. Damit wurde die Nutzung eines Computers stark vereinfacht, indem aus den vielleicht aus MS-DOS bekannten Kommando-Zeilen wie diesen hier:

001

… eine ansprechende Nutzer-Oberfläche mit einer Maus (die es vorher nicht gab) wurde:

002

Der Computer oben wurde im Januar 1984 zum Super Bowl mit diesem Werbefilm eingeführt:

In dieser Werbung symbolisiert der „Big Brother“ auf der Leinwand den großen Feind Apples: Das Unternehmen IBM, welches damals primär Unternehmen aber (aufgrund des hohen Preises) kaum Privat-Menschen mit großen Computern belieferte. In dieser Werbung wird das WARUM Apples, den „status quo anzuzweifeln“ und „anders zu denken“ sehr deutlich.

Apples Fall

Als das Unternehmen florierte und schnell wuchs wurde ein erfahrener Manager namens John Sculley zum CEO, den der junge Steve Jobs selbst von Pepsi abgeworben hatte. 1985 kam es zu einer Auseinandersetzung zwischen Steve Jobs und John Sculley, bei welcher sich der Verwaltungsrat Apples auf die Seite von Sculley stellte, woraufhin Jobs schließlich Apple verließ.

Doch der Austausch eines CEO‘s ist „wie eine Hirn-Transplantation“ und mit dem Abschied von Steve Jobs verschwand auch das WARUM von Apple. John Sculley war stärker an Profit-, denn an Nutzen-Maximierung interessiert.

In Steve Jobs eigenen Worten:

„My passion has been to build an enduring company where people were motivated to make great products. Everything else was secondary. Sure, it was great to make a profit, because that was what allowed you to make great products. But the products, not the profits were the motivation. Sculley flipped these priorities to where the goal was to make money. It‘s a subtle difference, but it ends up meaning everything: the people you hire, who gets promoted, what you discuss in meetings.“

Ergebnis war, dass Apple 1997 kurz vor der Insolvenz stand und über ein diffuses Produkt-Angebot verfügte:

(Bild aus „New iPad adopts simple product naming Steve Jobs brought to Apple in 1997“ Thanks, Bruce!)

Apples Aufstieg – Teil 2

Als Steve Jobs 1997 zu Apple zurückkehrte erhielt das Unternehmen auch sein WARUM zurück. Berühmt geworden ist die Geschichte, wie Steve Jobs das diffuse Produkt-Angebot aufräumte, indem er in einem Meeting ein Diagramm ähnlich dem folgenden aufmalte:

Als Ziel gab er aus, nur noch 4 Produkte zu entwickeln – eines für jeden Quadranten. Anstatt sich zu verzetteln konzentrierte er sich also auf das Wesentliche und vereinfachte das Produkt-Angebot stark, so dass der Nutzen Apples für Kunden wieder klarer zu erkennen war.

Mit Steve Jobs an der Spitze fand Apple zurück zu seiner eigentlichen Identität (dem WARUM) und zu altem Ruhm. Diese Wende markiert auch dieser 1997 erschienene Werbefilm, bei dessen Produktion Steve Jobs stark involviert war:

Im Verlauf der Geschichte Apples zweifelte das Unternehmen under Steve Jobs (gemäß seines WARUMs) den status quo gleich mehrerer Industrien an und revolutionierte:

  • die Computer-Industrie mit dem Apple Computer,
  • die Musik-Industrie mit dem iPod und iTunes,
  • die Telefon-Industrie mit dem iPhone und dem App Store und
  • die Buch-Industrie mit dem iPad und dem iBook Store.

Fand mit dem Tod von Steve Jobs im Jahre 2011 auch das WARUM Apples ein Ende?

Apples Zukunft?

Tim Cook wurde 2011 neuer CEO, nachdem er zuvor 13 Jahre für Apple arbeitete.  Zuletzt sorgte er als chief operating officer (COO) dafür, dass die Produktionsprozesse bei Apple effizienter wurden und kümmerte sich um den Vertrieb und die Organisation.

Bei seiner Antritts-Rede verkündete er, dass das iPhone als Smart Phone nur einen 5% Markt-Antail am gesamten Handy-Markt hat und gab als Ziel von Apple vor, sich ein größeres Stück dieses Kuchens sichern zu wollen:

Bildschirmfoto 2013-02-05 um 16.30.15

Diese Zielvorgabe mündete auch gleich in einem neuen Produkt-Angebot – mit drei verschiedene iPhone-Versionen in unterschiedlichen Preis-Kategorien, die gleichzeitig angeboten werden:

Bildschirmfoto 2013-02-05 um 16.33.07

Und seit kurzem gibt es neben dem iPad auch das iPad mini, welches sich von der Größe her irgendwo zwischen iPhone und iPad bewegt. Weckt das Erinnerungen an das diffuse Produkt-Angebot von 1997? Hat sich Apples Fokus wieder von der Nutzen- zur Profit-Maximierung verschoben?

Es ist sicherlich begrüßenswert, dass Apple unter Tim Cook ein wenig freundlicher und sanftmütiger geworden ist als unter seinem Vorgänger Steve Jobs. Auch bezweifel ich, dass Apple mit Tim Cook so schnell ein ähnliches Schicksal ereilen wird wie damals unter John Sculley, weil das Unternehmen heute viel breiter aufgestellt ist und gleich mehrere Industrien dominiert.

Doch mit Steve Jobs ist auch die Magie gegangen, das WARUM von Apple hat an Deutlichkeit verloren und aus „dem größten Startup auf dem Planeten“ ist ein konventioneller Konzern geworden.

Berlin vs. Silicon Valley

Berlin rückt weltweit immer mehr in den Fokus geschäftstüchtiger Entrepreneure. Inspiriert von diesem Blogpost und bedingt dadurch, dass ich in Berlin lebe und unser zu beratendes Unternehmen sich ebenso in Berlin befindet, möchte ich das Thema ein wenig genauer unter die Lupe nehmen und die hiesige Startup-Landschaft analysieren. Dabei bietet sich natürlich ein Vergleich mit dem Mekka aller Entrepreneure an: das Silicon Valley in den USA.

Als Grundlage soll hierfür der „Startup Ecosystem Report 2012“ dienen, der im Rahmen des Forschungsprojekts „Startup Genome“ erstellt wurde.

Der Globale Startup Ökosystem Index

Im weltweiten Ranking, welches sich aus sieben verschiedenen Teilbewertungen (s.u.) zusammensetzt, belegt Berlin den 15. Rang. Als Maßstab gilt hier – wie soll es anders sein – das Silicon Valley (1. Rang).

Die Teilbewertungen dazu kurz zusammmengefasst:

  • Startup Output Index – gibt die Startup-Aktivitäten im Verhältnis zur gesamten Bevölkerung wieder
  • Funding Index – wieviel Risikokapital wird vergeben? in welcher Höhe?
  • Company Performance Index – gibt die Erfolgsergebnisse anhand verschiedener Variablen wieder (z.B. geschaffene Arbeitsplätze, Umsatz etc.)
  • Mindset Index – gibt wieder, wie gut sich die Gründer in der Region mental als Entrepreneure eignen bzw. die passende Geisteshaltung annehmen
  • Trendsetter Index – misst, wie schnell neue Technologien und Geschäftsmodelle adaptiert werden
  • Support Index – wie sehr werden (potentielle) Gründer durch Mentoren/Business Angels etc. unterstützt?
  • Talent Index – soll das Talent der Gründer messen, indem dazu die Biografien der Gründer analysiert und Faktoren wie Alter, Bildung und Berufserfahrung einbezogen werden

Aus meiner Sicht könnten die einzelnen Indizes ein gutes gesamtheitliches Bild zeichnen, jedoch ist fraglich wie gut sich manch subjektive Faktoren zur Bewertung eignen. Aber das nur am Rande. Hier das Ergebnis:

10.02.13_20_45-Bildschirmkopie

Aber was bedeutet das für uns (zukünftige) Gründer?

„Entrepreneurs Perspective“ und persönliches Fazit

Auch hier gibt der Report eine Antwort:

„Early successful entrepreneurs (turned business angels) now pump their back capital into a burgeoning scene. New Berlin entrepreneurs share their know how and experiences among each other, but lack significant support from advisors and mentors. In terms of living cost and lifestyle, Berlin might be the best place to start a company right now. However, for scaling it, Berlin startups might consider relocating as the ecosystem is not mature enough in terms of capital, support infrastructure, and mindset.“

Genau das spiegelt wieder, wie ich es auch persönlich zur Zeit subjektiv erlebe: Berlin wird gehyped und in Europa immer ernster genommen. Wir orientieren uns sehr stark an den vorgelebten Idealen in den USA (Copycat-Mentalität). Dennoch reichen die verfügbaren Infrastrukturen noch nicht aus um weltweit konkurrenzfähig zu sein, insbesondere eben zu den USA. Ein Grund dafür liegt sicherlich auch in der bisherigen Mentalität bzw. in der Einstellung zur Selbständigkeit. Doch wir sind auf einem guten Weg.  Wie bereits beschrieben gibt es hier in den letzten Jahren bereits signifikante Änderungen, was ich persönlich sehr begrüße.

Doch vielleicht ist die Orientierung an den amerikanischen Idealen nicht der erfolgsversprechendste Weg, auch wenn er auf der Hand liegt. Hier stimme ich mit folgender Aussage im Report überein:

„Since Silicon Valley is the #1 ecosystem it is assumed that other ecosystems will perform better if they differentiate themselves from Silicon Valley and establish their own strengths.“

Erfolgsbeispiel Tel Aviv

Diesen Weg ist Tel Aviv gegangen. Auch wenn vermutlich noch kein zweites Facebook in Israel entstanden ist, hat man sich auf seine Stärken konzentriert und diese konsequent ausgebaut: viele Startups kommen auf den Markt, die Investorenlandschaft ist gut ausgeprägt und das ganze wird gestützt durch eine gesunde Unternehmerkultur.

In diesem Sinne sollte aus meiner Sicht Berlin versuchen, sich mehr auf sich selbst zu besinnen und weniger Richtung Amerika zu schauen.

Getaggt mit , , , ,

The Oscar goes to … ?

oacaroskar

Oscar

or Oskar ?

Im Zuge des Semesterendes hatte ich mich mit ein zwei Kommilitonen über das Blogging unterhalten. Ich, wir sind der Meinung, dass es schon einen Mehrwert generiert hat und ich/wir uns die Frage gestellt haben, was passiert eigentlich mit dem Blog, wenn wir das Modul absolviert haben?

Ich, für mich persönlich, empfand es als sehr spannend, durch andere Themen und Sichtweisen angestupst, angesprochen zu werden und es hat wirklich Spaß gemacht, einige Beiträge zu lesen. Alle haben sich im Inhalt, Layout und der Art und Weise des Schreibstils sehr unterschieden und einige waren sehr, sehr gut. Es wäre sehr schön, wenn man den Weg des Austauschens (Wissens und Ideen) von Zeit zu Zeit beibehalten könnte und wollte dazu anregen, den Blog weiter mit interessanten Inhalten zu füllen? Es kommen noch so viele Herausforderungen auf uns zu, da ist es vielleicht nicht schlecht, das eine oder andere nachlesen zu können und sich mit neuen Ideen anregen zu lassen!?

Auf diesem Wege wollte ich Artikel hervorheben, die mir besonders gut aufgrund diverser Kriterien gefallen haben:

oskar

Kategorie Inhalt: The Oscar goes to Bj…

Wie gründet man ein innovatives StartUp?

Dieser Artikel(-reihe) spiegelt genau die Schwierigkeiten unseres Studienganges wider und setzt sich mit der Analyse der Idee auseinander und probiert die Motivationen/Persönlichkeiten für erfolgreiche Ideenfindung/StartUps zu zeigen. Er regt an, zum Ursprung des eigentlichen Geschäftsmodells zurückzugehen und sich genauer mit der Problematik auseinander zu setzen und sich Gedanken über die eigene Persönlichkeit (Sinn), des Problems (Bedürfnisse) und der Umsetzung (Implementierung) zu machen. Super Artikel Reihe. ThumbUp

oskar

Kategorie Schreibstil: The Oscar goes to Go..

Gründereigenschaft Anthroposophie

Dieser Artikel hat mir besonders gut gefallen, weil er sehr lebendig, mit viel Witz und Freude geschrieben worden ist. Man merkt, dass sich der Autor mit dem Thema befasst hat und dass es ihm Spaß macht, diesen zu schreiben und aufzusetzen. Er ist sehr flüssig und nett geschrieben und macht Lust, mehr davon zu lesen. Super Schreibstil, auf jeden Fall treu bleiben. ThumbUp

oskar

Kategorie Layout: The Oscar goes to Sar…

Content is King

Dieser Artikel hat mir besonders wegen seinem Aufbau, der Infografik und dem eingefügten Video gefallen. Der Text war in einer ansprechenden Länge, sehr übersichtlich dargestellt und der Artikel wirkte sehr komplett von seinem Äußeren. ThumbUp

oskar

Kategorie AllinOne:Kri…

z.B. Grundlagen für erfolgreiches Wachstum

Alle Artikel waren i.d.R. sehr interessant, sind aufgrund ihrer Sprache und Länge sehr gut zu lesen und bieten einen angenehmen optischen Eindruck. Sowohl Thematik als auch die Informationen sind sehr ansprechend und machen Lust, mehr darüber erfahren zu wollen. Klarer, optischer Aufbau mit klarer Gliederung. ThumbUp

oacar

Kategorie Oscar: Sep…

Tradition/Modern-Konservativ/Fortschritt

Dieser Artikel ist umständlich verfasst, nicht ansprechend geschrieben und schafft es nicht die eigentliche Problematik veranschaulichend zu transportieren. Optisch ist er nicht sehr kreativ und inhaltlich nicht genug fokussiert.

Ich hatte Spaß am Lesen einiger Artikel und war froh, andere Denkansätze bzw. Problematiken aufgezeigt zu bekommen, die gerade nicht in meinem Fokus lagen und mir einen Wink gegeben haben, mich damit in Zukunft mal wieder zu beschäftigen. Die Artikel liefern einen Anreiz, sich selbst wieder mit der gewollten Thematik auseinander zu setzen und sie zu verinnerlichen, was ich als sehr gutes Training empfinde.

Ich hoffe, der eine oder andere sieht es ähnlich und ist so frei, von Zeit zu Zeit mal wieder einen seiner spannenden guten Artikel hier hoch zu laden. Auf diesem Wege, gutes gelingen und viel Spaß beim baldigen Gründen!

Getaggt mit , , ,

#6: Warum ist Integrität für ein Unternehmen wichtig?

„Integrity is all about execution.
You don’t just wake up one day and have it;
you must work every day to keep it,
even when you stumble and fall
you’ll learn from your mistakes.“ 

– David Beck

Beim Bau des Freiburger Münsters soll sich die folgende Geschichte zugetragen haben:

Ein Spaziergänger kommt auf den Freiburger Marktplatz und sieht drei Männer Steine klopfen. Er fragt den ersten: „Was machen Sie da?“ „Steine klopfen – das sehen Sie doch!“ antwortet dieser. Der Spaziergänger fragt den Nächsten: „Was machen Sie da?“ „Geld verdienen – ist doch offensichtlich!“ sagt der Zweite. Schließlich ergeht die gleiche Frage an den dritten Steineklopfer: „Was machen Sie da?“ Dieser aber antwortet: „Ich baue an einem Dom!“

Nur der dritte Steineklopfer wusste, wozu er da ist und konnte seine (vermeintlich unbedeutende) Tätigkeit in das große Ganze einordnen. Zweck dessen, was sie taten, war für den ersten Steineklopfer die Tätigkeit selbst (Steine klopfen) und für den zweiten das Geld. Man stelle sich vor, die drei wären nicht Steineklopfer, sondern Verkäufer in einem Unternehmen. Wer würde Dich überzeugen?

Ich persönlich könnte mich nur mit dem Dritten identifizieren. In Zahlen würde das heißen, dass nur einer von drei Verkäufern (= 33%) mich überzeugen könnte. Zudem entsteht bei mir ein diffuses Bild von dem Unternehmen. Ich weiß nicht so genau, mit wem ich es zu tun habe, weil es auch den Mitarbeiten selbst nicht ganz klar zu sein scheint (jeder erzählt mir etwas anderes). Die Wahrscheinlichkeit, dass mir das Unternehmen im Gedächtnis bleibt und ich anderen davon erzähle ist sehr gering.

Doch was hat das alles mit Integrität zu tun?

Was ist ein integres Unternehmen?

Integrität ist die „Übereinstimmung zwischen idealistischen Werten und der tatsächlichen Lebenspraxis.“ Sprich: Das was man sagt ist identisch mit dem was man tut.

Wie ich in meinem letzten Blog-Artikel geschrieben habe muss die Geschichte, die ein Unternehmen erzählt, auch wahr sein. Integrität spielt also auch für Unternehmen eine wichtige Rolle. Vor allem im heutigen Digital-Zeitalter, in welchem eine höhere Transparenz herrscht, weil positive und negative Meinungen zu Unternehmen sich nicht mehr nur über klassische Medien wie z. B. Zeitungen, sondern auch über Einzel-Personen schnell und leicht verbreiten (z. B. Facebook, Twitter, Blogs, etc.).

Ein Unternehmen wie LichtBlick, welches grünen Strom anbietet und gleichzeitig Biogas verkauft, das aus Massentierhaltung gewonnen wurde, handelt zum Beispiel nicht integer. Die idealistischen Werte des Unternehmens stimmen nicht mit der tatsächlichen Lebenspraxis überein. Die Quittung dafür erhielt Lichtblick schnell und steuerte entsprechend gegen. Der Image-Schaden bleibt jedoch.

Unternehmen (und Personen) die nicht integer sind wirken unglaubwürdig und verlieren bei den Menschen an Vertrauen, welches meist nicht so leicht zurückgewonnen werden kann.

Doch wie kann man erreichen, dass ein Unternehmen integer ist?

Oder: Wie wüssten alle drei Steineklopfer, dass sie Teil einer bedeutsamen Unternehmung sind?

Wie entsteht ein integres Unternehmen?

Berühmte Führungspersönlichkeiten wie Martin Luther King Jr., Steve Jobs, John F. Kennedy und viele andere haben eines gemeinsam: Anstatt Menschen zu leiten, inspirieren sie diese zu Taten. Wer inspiriert, gibt Menschen ein Gefühl von Sinn und Zugehörigkeit. Inspirierte Menschen sind extrem motiviert, weil sie aus einem inneren Antrieb heraus handeln – sie setzen sich nicht für das Wohle des Ganzen ein, weil sie es MÜSSEM, sondern weil sie es WOLLEN.

Auf dieser Erkenntnis aufbauend hat Simon Sinek in seinem Buch „Start With Why: How Great Leaders Inspire Everyone to Take Action“ ein Modell entwickelt, das er den „goldenen Kreis“ nennt.

Der goldene Kreis besteht aus drei Schichten:

  • „WAS“ ist die äußerste Schicht und bezeichnet, WAS ein Unternehmen tut (die Produkte und Dienstleistungen).
  • „WIE“, die mittlere Schicht, steht dafür, WIE eine Organisation das macht, WAS sie tut. Unternehmen nennen dies häufig „Unique Selling Point“ oder „Value Proposition“.
  • „WARUM“, der Kern des „goldenen Kreises“ repräsentiert, WARUM es ein Unternehmen überhaupt gibt.

Mit dem WARUM ist nicht Gewinn-,  sondern Nutzen-Maximierung gemeint. Das WARUM bezeichnet also die Ursache, das Motiv oder die Überzeugung einer Organisation.

Die meisten Organisationen und Menschen denken, handeln und kommunizieren von außen nach innen (von WAS zu WARUM). Ausgangspunkt inspirierender Organisationen und Menschen ist jedoch der innerste Kreis – ihr WARUM.

In der Geschichte über den Bau des Freiburger Münsters oben bewegen sich die ersten beiden Steineklopfer auf der WAS-Ebene. Der eine gibt als Zweck seiner Tätigkeit die Arbeit selbst (das Steine klopfen) und der andere das Geld an. Auf der WARUM-Ebene befindet sich nur der dritte Steineklopfer, dem das große Ganze klar ist: der Dom-Bau.

Durch das WARUM als Leitidee eines Unternehmens sind Produkte, Dienstleistungen, Marketing, PR und Unternehmenskultur im Einklang miteinander. Auch die Akquise von Mitarbeitern, Kunden und Partnern wird leichter, weil man genau die Menschen und Organisationen anzieht, welche das WARUM inspiriert.

Ergebnis eines starken und klaren WARUMs ist also ein integres Unternehmen.

Wer bestimmt das WARUM eines Startups?

Das WARUM eines Startups wird durch die Person bestimmt, die es gründet. Und deshalb habe ich in meinen ersten drei Blog-Artikeln ( #1: Wie gründet man ein innovatives Startup?; Was hat Psychologie mit guten Startup-Ideen zu tun?; #3: Wo findet man Sinn-volle Startup-Ideen? ) auch so einen großen Wert auf die eigene Persönlichkeit gelegt. Denn Voraussetzung für die Gründung eines innovativen Startups ist, dass man selbst darin einen hohen Sinn sieht und sich vollkommen klar über das WARUM des Vorhabens ist. Ein integres Unternehmen kann nur aus einer – in Bezug auf die Sache – integren Persönlichkeit heraus entstehen. Wer sein WARUM kennt und es permanent kommuniziert und vorlebt, der gewinnt leicht die richtigen Mitarbeiter und Partner (die sich mit dem Unternehmen identifizieren können). Und auch von Kunden wird man klarer und positiver wahrgenommen. Letztlich kann ein Unternehmen nur so langfristig Produkte herstellen, die sich selbst weitererzählen.

Fazit

Für die Gründung eines innovativen Startups ist man früher oder später auf andere Menschen angewiesen. Was ist ein Unternehmen ohne Mitarbeiter oder Kunden? Wahrscheinlich insolvent. Oder erst gar nicht existent. Nur durch die Beteiligung von Personen können gute Produkte entstehen, die sich selbst weitererzählen. Wirksamer, als Menschen zur Beteiligung zu zwingen ist es, sie dazu zu inspirieren. Dafür ist es als Gründer wichtig, das eigene WARUM zu kennen, es mit dem WARUM des Startup zu vereinbaren und im Sinne dessen integer zu handeln.