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SEO- SEM- Investition – Ja oder Nein?

Bei der Frage, ob sich eine SEO- bzw. SEM-Investition lohnt (und wenn ja, wann?) gebe ich Euch in diesem Blogeintrag einen möglichen Ansatz dies herauszufinden.

SEO – Investition

Eine Suchmaschinenoptimierung lässt sich nicht in ein paar Tagen oder Wochen durchführen. Sie braucht etwa drei bis vier Monate Vorlaufzeit. Erst dann kann man von Erfolg oder Misserfolg sprechen. Bei einer Suchmaschinenoptimierung geht man das Risiko ein Geld zu verlieren, denn keine SEO-Agentur kann ihren Kunden zu 100% den Erfolg eines hohes Rankings versprechen.
Die Kosten für eine Suchmaschinenoptimierung durch eine Agentur können in extrem unterschiedlichen Preisklassen liegen. Dies hängt von folgenden Merkmalen ab:

  • Größe der Webseite
  • Wie gut ist die Webseite für eine Suchmaschinenoptimierung geeignet?
  • Wie lange gibt es die Webseite bereits?
  • Die Marktlage
  • Welche Ressourcen hat der Auftraggeber, um Verbesserungen umzusetzen?
  • Was sind die Ziele der Webseite?

Eine SEO-Investition lohnt sich dann, wenn ich sicher bin, dass mein Produkt für einen bestimmten Markt geeignet ist. Bin ich zum Beispiel im B2C-Bereich bereits erfolgreich, will aber auch den B2B-Bereich erobern, ist der Erfolg hier nicht garantiert. Die Wettbewerber können komplett andere sein.

SEM – Investition

Eine Investition in Search Engine Marketing bzw. Suchmaschinenwerbung ist empfehlenswert, wenn man sich unsicher ist, wie geeignet mein Produkt für einen bestimmten Markt ist. Mit SEM kann man einen Testlauf starten und relativ schnell und genau herausfinden, wie geeignet mein Produkt für den bestimmten Markt ist. Hier habe ich die Möglichkeit die obersten Plätze bei Google zu „mieten“. Meine Website erscheint dann unter den von mir gewünschten Keywords ganz oben auf einem gelb hinterlegten Feld. Das geschieht ohne Vorlaufszeit sondern sofort. Hier habe ich die Garantie, für xx Besucher auf meiner Website pro Tag. Im Gegenteil muss ich jedoch für jeden Klick bezahlen. Ich kann meine Ausgaben hierfür zum Beispiel auf 100 Euro pro Tag begrenzen. Ist dieses Limit jedoch erreicht, erscheine ich nicht mehr im gelben Bereich.

Um mein Ergebnis der Suchmaschinenwerbung zu verfeinern könnte ich nun meine Website zu verschiedenen Jahreszeiten schalten. Dies ändert in vielen Fällen, je nach dem inwiefern mein Produkt ein Sainsonprodukt ist das Gesamtergebnis.

Dieser Testlauf ist also eine sehr geeignete Methode, um herauszufinden, ob der Markt für mein Produkt da ist oder nicht. Ich bekomme hier Sofortergebnisse. So weiß ich wieviele Besucher durchschnittlich auf meine Seite kommen, wie lange sie darauf bleiben, was sie sich auf meiner Seite anschauen und schließlich ob sie mein Produkt kaufen oder nicht.

Finden sie in drei Schritten heraus, ob sich SEO für Sie lohnt oder nicht

  1.  Geben sie die Keywords bei Google ein, die ihr Produkt am besten beschreiben und unter welchen sie gefunden werden möchten. 
  2.  Schauen sie sich die ersten sechs Webseiten an und vergleichen sie diese mit Ihrem Produkt mit den Fragen: Sind das für die Masse interessante Angebote? Kann ich dort einen Platz für mein Produkt finden?
  3.  Wenn sie nach der Identifizierung der ersten sechs Websiten hier einen Platz für ihre Website sehen, empfiehlt sich eine SEO-Investition.
    Sind diese Websiten aber deutlich besser aufgebaut, haben ein besseres/größeres Angebot und sie sehen für sich kein Alleinstellungsmerkmal, macht es keinen Sinn in SEO zu investieren, denn die Seite wird höchstwahrscheinlich erst auf der zweiten Googleseite erscheinen.

Und wer klickt schon die zweite Seite von Google an?

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Katz-Und-Maus-Spiel: SEO

Seit 15 Jahren besteht nun die Suchmaschine Google. Von Anfang an war es das große Ziel, durch eine automatisierte Einstufung der unzähligen Inhalte im Internet, die Online-Suche zu vereinfachen. In den ersten Jahren waren jedoch Google´s Kriterien (Algorithmus) zur Bewertung einer Webseite einfach zu durchschauen. Dadurch konnte ein beliebiger Internetauftritt mit relativen geringen Aufwand hinsichtlich dieser Kriterien optimiert und eine gute Position in der Suchergebnis-Liste erreicht werden. Im Laufe der Jahre wurde der Algorithmus zunehmend angepasst, sodass ein immer größeres Katz-Und-Maus-Spiel zwischen Google und SEO-Optimierern entstand.

SEO (Search-Engine-Optimization) ist ein Teilgebiet von SEM (Search Engine Marketing). Es ist eine der heutzutage bedeutendsten Online-Marketing-Maßnahmen, um möglichst viele Besucher auf die eigene Website zu lenken, im Web leicht gefunden zu werden und somit eine möglichst hohe Internetpräsenz zu erreichen.

Um unseriösen Methoden zur Webseiten-Optimierung, wie dem übermäßigen Einsatz von Keywords (suchrelevanter Schlüsselwörter) entgegen zu wirken, verschärft und wandelt Google Ihren Algorithmus seit 2006 permanent ab. Dadurch soll verhindert werden, dass Webseiten trotz geringer Qualität, durch gezielte Manipulation der Suchergebnisse, auf einer oberen Position „ranken“.

Inzwischen ist die Komplexität der Kriterien jedoch derart gestiegen, dass es selbst für qualitativ hochwertige Webseiten nicht mehr einfach ist, ein gutes Ranking zu bekommen und anschließend beizubehalten. Nur durch ständige Optimierung kann eine gute „Sichtbarkeit“ in den Suchergebnissen beibehalten werden. Da das Know-how, welches man zur effektiven SEO-Arbeit braucht, jetzt schon riesig ist und stetig wächst, empfiehlt es sich entweder einen SEO-Experten „inhouse“ zu haben oder es an eine SEO-Agentur auszulagern. Ein Zwischenspiel von internen sowie externen Experten kann eine weitere Lösung sein. Sicher ist, dass das keine Aufgabe mehr ist, die nebenbei zu bewerkstelligen ist.

Für diejenigen, welche auf der Suche nach einer professionellen SEO-Agentur sind, möchte ich die befreundete Firma „SMS GmbH“ nennen und empfehlen, welche ihr unter folgenden Link finden könnt: www.social-media-gmbh.de.

Momentan ist Deutschland hinsichtlich verfügbarer Tools zur Search-Engine-Optimization wohl das fortschrittlichste Land. So stammt auch Andre Alpar, der momentan vermutlich wichtigste Experte auf diesem Gebiet, aus Deutschland. Er erklärt: „Amerikanische Tools legen tendenziell mehr Wert auf Einfachheit und die Benutzeroberfläche. Das mag für die Hobby-SEO-Person reichen, aber nicht für diejenigen, die professionelles SEO betreiben.“

Zu den Tools, welche sich gegenwärtig am meisten beweisen gehören u.a.: Sistrix (www.sistrix.de), AKM3 (www.akm3.de), SEOlytics (www.seolytics.de), Searchmetrics Essentials (suite.searchmetrics.com), Linkvendor (www.linkvendor.com) und sitefactor (www.sitefactor.de).
Für welches Tool man sich entscheidet hängt immer von der eigenen Geschmacksache und dem verfügbaren Budget ab.

Durch meine Tätigkeit bei der Anleiter GmbH im Betahaus, hatte ich kürzlich die Möglichkeit einen Vortrag von Andre Alpar zu hören. Allen, die in dieses Thema interessiert sind und allen, die sich gerne begeistern lassen möchte ich nahe legen eine solche Gelegenheit ebenfalls zu nutzen. Hier findet ihr Termine zu Vorträgen von Andre Alpar: http://www.andre-alpar.de/vortraege.html.

In meinem nächsten Blogeintrag werde ich einen Ansatz geben, um herauszufinden, ob eine SEO- bzw. SEM-Investition lohnenswert ist.

Intrapreneurship als Innovationsgarantie

Intrapreneurship dient als nachhaltiger Erfolgsfaktor, als anhaltende Innovationsgarantie für dauerhaft integriertes Entrepreneurship in Unternehmen.

Dies bezieht sich nicht nur auf Produkte, es bezieht sich ebenfalls auf Unternehmensstrukturen. Nicht selten ist es empfehlenswert zu alten Regeln und Gewohnheiten „Adieu“ zu sagen und für etwas Neues Platz zu machen.

In meinem letzten Blogeintrag zur Generation Y habe ich die Erwartungen von Arbeitnehmern wie Freiheit zum eigenen Engagement, Mitspracherecht, Begegnung mit den Vorgesetzten auf Augenhöhe beschrieben. An diese müssen sich Unternehmen mehr und mehr anpassen, um nicht unterzugehen. In der heutigen Zeit müssen Unternehmer nicht nur mutig sein und Neues wagen, indem sie z.B. Hierachien abbauen, sie sollten auch die Wichtigkeit hierzu erkennen.

Hierzu beweist sich Intrapreneurship als ausgesprochen empfehlenswerter Ansatz! In der Rede von Guy Kawasaki zu seinem Buch „The Art of the Start“, welche wir im Rahmen des Themenfeldes angehört haben, haben wir unter anderem einen Eindruck zu Intrapreneurship bekommen.

Intrapreneure sind Mitarbeiter in einem Unternehmen, welche gleichzeitig als Innovatoren funktionieren. Sie entwickeln unternehmerische Visionen und handeln entsprechend.
R. Pieper definiert sie folgendermaßen: „Intrapreneure sind innerbetriebliche Unternehmer, die zwar festangestellte Mitarbeiter des Unternehmens sind, sich aber wie innovative Unternehmer verhalten und neue Produkte, Dienstleistungen und Verfahren entwickeln.“
Gifford Pinchot sagt: „intrapreneurs, like entrepreneurs, are not necessarily inventors of new products of service. Their contribution is in taking new ideas or even working prototypes and tuning them into profitable realities.“

Von ihm stammen auch „The Intrapreneur’s Ten Commandments„:

10 Gebote für Intrapreneure

1. Komme jeden Tag mit der Bereitschaft zur Arbeit, gefeuert zu werden.

2. Umgehe alle Anordnungen, die deinen Traum stoppen können.

3. Mache alles, was zur Realisierung deines Ziels erforderlich ist – unabhängig davon, wie deine eigentlichen Aufgabenbeschreibung aussieht.

5. Folge bei der Auswahl von Mitarbeitern deiner Intuition und arbeite nur mit den Besten zusammen.

4. Finde Leute, die dir helfen.

6. Arbeite so lange es geht, im Untergrund – eine zu frühe Publizität könnte das Immunsystem der Organisation mobilisieren.

7. Wette nie in einem Rennen, wenn du nicht selbst darin mitläufst.

8. Denke daran – es ist leichter um Verzeihung zu bitten als um Erlaubnis.

9. Sei ehrgeizig in Bezug auf deine Ziele, aber realistisch im Bezug auf die Möglichkeiten, diese zu erreichen.

10. Halte deine Sponsoren/Förderer in Ehren.

Man kann streiten, wie man diese Gebote nun bezeichnen will. Ob übertrieben, provokant, inspirierend – mutig ist es auf jeden Fall und vielleicht sogar mit der mitbringenden Herausforderung ein Schritt in die richtige Richtung.

Pinchot muss sich eingehend mit Machiavelli beschäftigt haben, denn in den 10 Geboten sind einige Parallelen zu seinen Kernsätzen zu erkennen. Um ein paar zu nennen:

4. Gebot – Verläßliche Anhänger finden.
9. Gebot – Ziele müssen realisierbar sein sowie realisiert werden und man muss ganz hinter ihnen stehen.
10. Gebot – Erhalte die Loyaliät deines Förderers.

Das 8. Gebot widerspricht Machiavellis Grundsatz: „Große Männer vergessen Kränkungen nicht, egal, durch welche Wohltaten man sie hinterher zu gewinnen sucht“.

Meiner Meinung nach ist Intrapreneurship ein brillianter Ansatz, um die Motivation der Mitarbeiter, welche in Startups noch ganz natürlich ist beizubehalten. Oder Motivation in länger bestehenden Unternehmen zu erzeugen. Außerdem hilft es, die Mitarbeiter mehr in das Unternehmen und seine Tätigkeiten miteinzubeziehen.

Einige befürchten wahrscheinlich dadurch an Kontrolle und an Wichtigkeit der Position im Unternehmen zu verlieren. Was denkt ihr darüber? Würdet ihr euren Mitarbeitern in einem solchen Rahmen Freiheit zur Mitentwicklung und -gestaltung geben?

Gen Y – How Boomer Babies are Changing the Workplace

Vor 10 Jahren noch die Thumb Gerneration, sind sie heute als die Digital Natives bekannt – die Ypsiloner, die goldene Generation, die Millennials – die Gewinner und Veränderer des heutigen Arbeitsmarktes. – Die Wiegenkinder der Achtziger und Neuziger.

Wir sprechen hier von der ersten Generation, die mit dem Internet sowie mobiler Kommunikation aufgewachsen und daher technologisch als überaus affin zu bezeichnen ist. Eine Tatsache, die schon vor einem Jahrzehnt erste Auswirkungen zeigte:

„Handheld-Technologien wie Mobiltelefone, GameBoys und Notebooks haben bei der Handy-Generation unter 25 Jahren zu einer biologischen Mutation des Daumens geführt“, so das Ergebnis einer Untersuchung der „Cybernetic Culture Research Unit“ an der Warwick University. Weiter berichtete schon damals die britische Zeitung „Observer“, seien durch mobile Geräte die Fingeraktivitäten in Richtung Daumen verlagert worden.

Bis heute hat sich diese Entwicklung intensiviert und lässt sich mittlerweile zunehmend auch im sozialen Kontext erkennen: die Millennials identifizieren sich über die Marken ihrer Computer oder Mobiltelefone. Sie sind Mac oder PC, Android oder iPhone Benutzer. Sie sind über Laptop, Smartphone, iPad o.Ä. am twittern, facebooken, whatupsen und so ständig in sozialen Netzwerken unterwegs.  Ihren klaren Status teilen sie in Online-Netzwerken offen und selbstbewusst mit, was wiederum dem Social-Media-Marketing eine immer größere Bedeutung zukommen lässt.

Darüber hinaus hat wohl kaum eine Generation die Arbeitsplätze so maßgebend verändert wie die Ypsiloner.

Seit über einem Jahrzehnt zählen sie nun schon zu den Arbeitsfähigen; Unternehmen sind auf sie angewiesen und dennoch immer noch nicht richtig auf sie vorbereitet. „Diese Gerneration wird die Arbeitskultur in den Unternehmen radikal umkrempeln“, so Anders Parment, der ein Buch über die Ypsiloner geschrieben hat.

Die „goldene Gerneration“ charakterisiert sich durch eine Reihe von Eigenschaften: Sie sind qualifiziert und haben eine gute Ausbildung genossen, die meisten haben einen Fachhochschul- oder Universitätsabschluss. Auslandaufenthalte, Arbeitsplatzwechsel und zahlreiche Praktika sind beinahe selbstverständlich. Sie sind dynamisch und kreativ, selbstbewusst, optimistisch, extrem anspruchsvoll und wählerisch. Routine ödet sie an. Sie arbeiten lieber in Teams; ob direkt vor Ort oder virtuell, während sie Hierarchiesysteme mehr und mehr verabscheuen. Sie möchten ihren Vorgesetzten auf Augenhöhe begegnen und zögern nicht lange mit ihrer eigenen Meinung und Kritik. Sie sind motiviert Überstunden zu machen, wenn sie darin einen Sinn erkennen und der Job Spaß macht. Doch anders als es charakterisierend für die Fünfzigerjahre war, wollen sie nicht mehr nichtstuend Stunden verstreichen lassen, sondern den Schreibtisch verlassen, wenn ihre Aufgaben erledigt sind.

Forderungen an den Arbeitgeber wie beispielweise Elternzeit, klare Aussagen über Karierechancen, gute Bezahlung, Weiterbildungen durch den Arbeitgeber, ect. zunehmend alltäglich, während dies früher außergewöhnliche Extras waren. Arbeitgebern bleibt hierbei im Rahmen der Einstellung neuer Mitarbeiter nur noch wenig Entscheidungsfreiheit, denn der Anteil der Millennials unter den Erwerbsfähigen wird von Jahr zu Jahr größer, während die Anzahl aller Erwerbsfähigen stetig und immer schneller abnimmt.

„Schon seit einigen Jahren nimmt die Verweildauer in den Firmen stark ab. Wer jetzt auf den Arbeitsmarkt kommt, weiß, dass er wertvoll ist und jederzeit wechseln kann“, sagt Wilhelm Bauer vom Fraunhofer-Institut für Arbeitswirtschaft und Organisation. Also bleibt dem Arbeitgeber nicht mehr viel anderes übrig, als sich den Anforderungen anzupassen.

Das ist auch der Grund dafür, dass Themen wie Unternehmensphilosophie, und -kultur, dezentralisierte Führung und Beyond Budgeting eine immer größere Bedeutung in der Unternehmeswelt bekommen.

Diese Themen richten sich also nicht mehr nur an Social-Entrepreneure, sondern an alle Unternehmer, die den deutlichen Trend der goldenen Generation überleben wollen – besser gesagt müssen.

Es ist für bestehende aber auch zukünftige Unternehmer, wie wir es in unserem Studiengang anstreben zu werden, von Vorteil dieses Phänomen von Beginn an zu beachten.

Gründereigenschaft Anthroposophie

Das Leben ist kein Ponyhof ! – und auch keine Waldorfschule ?

Immer wieder stellt sich die Frage, ob ein Gründer betimmte Eigenschaften für eine innovative und erfolgreiche Gründung aus dem Elternhaus oder sogar genetisch mitbringen muss. Man versucht die wichtigsten Eigenschaften herauszufinden und diese zu kategorisieren, um dann in einem Test möglichst schnell herauszufinden, ob man diese erfüllt und somit ein Gründertyp ist oder nicht.

Muss ein Gruender diese ermittelten Eigenschaften wirklich mitbringen? Inwiefern kann er sie erlernen? Welche Fähigkeiten bringen ehemalige Waldorfschüler in dieser Hinsicht mit? Und was treibt erfolgreiche Gründer sowie andere unternehmerische Berühmtheiten dazu ihre Kinder auf eine freie Waldorfschule zu schicken?
An dieser Stelle würden Waldorfschüler wahrscheinlich erstmal ein Bild malen und ein Lied dazu singen…

Ich glaube nicht an Tests, die einem nach ein paar Minuten veraten, ob man nun ein Gründertyp ist oder nicht. Vielmehr  denke ich, dass bestimmte Fähigkeiten erlernt werden können. Gleichviel, ob es nun Motivationstechniken, Methoden zu “Creativ-Thinking” oder Übungen zur Stärkung des Selbstbewusstseins und Durchsetzungsvermögens sind.

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Welche Eigenschaften sind es, die Rudolf Steiner, Begründer der Anthroposofie und Waldorfschule sowie Visionär der Nachhaltigkeit, schon möglichst früh im Kind fördern wollte ? Außer der sog. Eurythmie, was wohl die meisten mit Waldorfschulen verbinden (JA, sie können ihren Namen tanzen! – Deinen auch!) wird auf der Waldorfschule noch einiges mehr gelernt. Natürlich der üblichen Schulstoff, der aufs Abi vorbereitet, aber eben auf eine andere Art und Weise. Die Schüler lernen aus einer gesunden Motivation heraus und nicht aufgrund eines Leistungsdrucks. Das Miteinander spielt eine große Rolle. Konkurrenzdenken wird weniger gefördert als Teamarbeit. Was nicht heißt, dass Menschen in dem Alter nicht auf ihren eigenen Vorteil bedacht sind. Aber das kommt ja von ganz alleine. Die Schule fördert das, was in jedem veranlagt ist. Sie kitzelt das Soziale heraus. Das Denken ans Allgemeinwohl und die UmweltZukunftsdenken. Sie fördert Kreativität und künstlerische Fähigkeiten in vielen verschiedenen Bereichen. Sie fordert einen dazu heraus, erst einmal vorurteilsfrei in eine Situation zu gehen und stupst einen hin und wieder mit den Worten an: „Hey, gib dem Ganzen eine Chance. Später hast du noch genug Zeit zu urteilen“´. Nicht zuletzt fördert sie freies und eigenständiges Denken.

Sind dies nicht auch einige der wichtigen Eigenschaften, die einem Gründer zugute kämen? Richtig, wahrscheinlich eher innovativen (Social-) Entrepreneuren als rücksichtslosen Kapitalisten.

Stellt euch den Prototyp-Socialentrepreneur vor: Er denkt ans Allgemeinwohl und will langfristig einen positiven Wandel in der Gesellschaft bewirken. Er ist fair zu seinen Mitarbeitern. Er sieht sich Modelle an, ohne sie abzulehnen, nur weil sie neuartig ist – er kann und will neues denken, er ist innovativ. Und dann hat er natürlich ganz nebenbei noch das gewisse Etwas, diese Idee, die sein Unternehmen einzigartig macht.

Einige der folgenden Persönlichkeiten dürften auch Euch bekannt sein.

Ferdinand Alexander Porsche. Er hat das Porsche Design Studio gegründet, war Ehrenvorsitzender des Aufsichtsrates und  des Beirats der Porsche AG. Ach ja, Waldorfschüler war er auch.

Rafael Kugel, Gründer der Firmen RatioDrink AG, rapskernoel.info, boxenkleid.de und des Social Networks sailways.net. Er besuchte die Waldorfschule von der ersten bis zur 13. Klasse.

Genau wie Jennifer Aniston, eine der bekanntesten Schauspielerinnen, lebend in den USA. Sie teilt sich unser Treppchen mit Sandra Bullock, ebenfalls Schauspielerin.

Gründer von Alnatura, Götz Rehn, war ebenfalls Waldorfschüler (manche nehmen die „grüne“ Seite der Waldorfschule etwas ernster als andere).

Michael Rogowski, von 2001 bis 2004 Präsident des Bundesverbandes der deutschen Industrie, Waldorfschüler.

Michael Ende kennen bestimmt auch einige. Momo, Die unendliche Geschichte sowie Jim Knopf  entstammen seiner Feder. Er war Waldorfschüler.

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Auch diese Geschichte würde unendlich werden, würde ich alle berühmten Persönlichkeiten mit anthroposophischen Hintergrund aufzählen. Macht euch selbst ein Bild: Liste der Ex-Waldorfschüler.
Ich bin mir sicher, dass nicht zuletzt ihre Schulbildung dazu beigetrage hat, dass sie heute erfolgreich sind.
Auch eine Welt gesehen zu haben, die gerade nicht so ist, wie man es sich für seine Kinder wünscht, kann dazu beitragen, eine Entscheidung zu treffen:

Einige der Top-Führungskräfte von Google, Apple, Yahoo and Hewlett-Packard, niedergelassen in der hi-tech-Schmiede Silicon Valley, schicken ihre Kinder ebenfalls auf eine „Steiner-school“. In dieser „exclusive Silicon Valley school“ gibt es keine Computer und es wird, wie auf allen Waldorfschulen, Wert auf körperliche und kreative Aktivitäten anstatt virtuellen Welten gelegt. HIER könnt Ihr einen empfehlenswerten Artikel dazu lesen.

Auch Beate Uhses Sohn kam in den Genuss, eine Waldorfschule zu besuchen. Gleiches gilt für die Kinder von Götz W. Werner, Gründer der dm-Drogeriemarktkette.

Meines Erachtens sind die hier aufgezeigten Eigenschaften, welche an Waldorfschulen ausdruecklich gefoerdert werden, sehr wertvoll für Gründer. Wer zum freien Denken  erzogen wird, hat ideale Grundvoraussetzungen sich nicht nur mutig hohe Ziele zu stecken, sondern diese auch voller Kraft voraus und selbstbewusst zu verwirklichen!

Ich ende hiermit mit einem Zitat vom Künstler Chief Chiller: „Waldorf war gut für mich, und so’n bisschen wär‘ auch gut für dich..“.

DAS! gilt es zu beachten – Fotourheberrecht

Wir alle sollten in unseren Bloggs darauf achten kein Urheberrecht zu verletzen. Wer zum Beispiel ein Foto ohne Genemigung verwendet, kann schnell dafür belangt werden. Es ist also nicht zu spaßen, ein Urheberrecht durch fehlende oder fehlerhafte Zitierweise, Fußnoten sowie Genemigungen zu verletzen.
„Ich weiß, dass ich nichts weiß“ (Socrates) ist hierfür keine Entschuldigung!

Schon Socrates wurde wegen gefährlichen Wortverdreherreien kritisiert. Zwar wurde er wegen Gottlosigkeit (heute meiner Meinung nach übersetzbar mit selbsttändigem, freien Denken) und seinem verderblichen Einfluss auf die Jugend zum Tode verurteilt, doch auch seine angeblichen Verfälschungen kommen in den bis heute überlieferten Erzählungen nicht zu kurz.
Heute gibt es zwar keine Schlierlingsbecher mehr, dennoch wird demjenigen, welcher das Urheberrecht nicht achtet ein Denkzettel verpasst.

§ § § § §

Das heute gültige Urheberrechtsgesetz besteht seit dem 9. September 1965. Zuvor war es die Angelegenheit des Autors selber seine Werke zu schützen. Es übte sich sein Werk durch einen Bücherfluch zu schützen, welcher jedem der eines Verfassers Werk kopierte oder veränderte die Pest an den Hals wünscht.

Um auch Künstlern und Fotografen ein Recht auf ihre Werke einzuräumen wurde  1907 das „Gesetz betreffend das Urheberrecht an Werken der bildenden Künste und der Photographie“ erlassen. Dieses wurde von heute gültigen Urheberrechtsgesetz abgelöst.

Nachdem wir endlich das Jahr 2012, bekannt für peinliche Plagiate (über frz. aus lat. plagium ‚Menschenraub‘) in Deutschlands oberster Machtebene hinter uns haben und nun alle hoffentlich bestens darüber bescheid wissen, möchte ich nicht weiter auf schriftliche Verdoppelungen und inkorrekte Zitierweisen eingehen. Dafür aber auf die Wichtigkeit des Foto-Urheberrechts, welches angefangen bei unseren Bloggveröffentlichungen im World Wide Web von hoher Wichtigkeit ist.

Wer keine Genehmigung für die Nutzung von Bildern hat, diese aber für sein eigenes Interesse verwendet, macht sich nach § 106 ff. UrhG strafbar. Das trifft hautsächlich auf diejenigen zu, welche in einem größeren Umpfang Bilder für ihr eigenes Gewerbe und den eignen betrieblichen Erfolg nutzen. Ist das der Fall, kann der Urheber gegebenenfalls den daraus erziehlten Gewinn beanspruchen.
Werden Fotos ohne Genehmigung nur in einem kleinen Umpfang und nicht für gewerbliche Zwecke verwendet, wird dies meist nicht durch die Staatsanwaltschaft verfolgt.

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Wohlgemerkt ist das nur „meist“ und nicht grundsätzlich der Fall: Der Tagesspiegel berichtete von einem Facebookmitglied, welcher von einem Freund ein Bild einer Gummiente auf seine Pinnwand gepostet bekommen hat. Da er das Bild auf seiner Facebookseite kommentiert hat, kann dies rechtlich als Kenntnisnahme des urheberrechtlich geschützten Inhaltes bewertet werden. Da er sich dessen aber nicht bewusst war und das Bild durch den Kommentar auf seiner Pinnwand „genutzt“ hatte, hat er das Urheberrecht verletzt. Somit wurde er verpflichtet eine Unterlassungserklärung zu unterschreiben und Schadensersatz in Höhe von 1500 Euro zu zahlen.

Das zeigt uns, dass auch ein relativ kleiner Verstoß große Folgen haben kann.
Um nicht in solch eine Situation zu kommen, empfielt es sich von Anfang an eine Genehmigung zur Verwendung des Bildes einzuholen. Ob im Rahmen des Themenfeldes für unsere Bloggs, für eine eigene Homepage und ja, auch für soziale Onlinenetzwerke, wie Facebook!

Hierzu:

  • fragt man am besten bei den Inhabern der Homepage, auf welcher man das Bild gefunden hat, welches man verwenden will, ob sie die Rechte an diesem haben,
  • fall sie diese nicht besitzen, erkundigt man sich nach dem Fotografen und bittet ihn um Genehmigung.
  • Hat man den Urheber bzw. den Inhaber der Rechte des besagten Bildes gefunden, hält man in einer Einverständniserklärung beide Namen sowie den Namen des Bildes fest. Mit folgendem Link kommt ihr zu solch einer Mustervorlage: musterfotofreigabeerklaerung.

Andere Lösungen können sein:

  • Bilder zum Beispiel bei Fotolia.de, Photocase.de, pixelio.de einkaufen.
  • Selbst machen oder bei einem Fotografen in Auftrag geben.

Zu Socrates‘ Lebzeiten wurde das öffentliche Reden über neue Gedanken- und Philosophieansätze als gottlos bewertet und wer es trotzdem tat zum Tod verurteilt. Verurteilend kritisiert wurde derjenige, welcher Wissen verfälscht weitergab.
In der Antike wurde es wiederum als eine Gabe Gottes betrachtet. Ob jemand Schriften verfälschte, veränderte und vervielfätigte war unbedeutend und somit vollkommen legitim.
Das nenne ich eine 180-Grad-Kehrtwende!
Und heute? Heute dürfen Werke nicht beliebig verändert und vervielfältigt werden, der Urheber besitzt das Recht an seinem Werk. Es darf nur mit seinem Einverständnis dupliziert bzw. genutzt werden.

Ob man das Schreiben, Fotografieren oder andere künstlerische Fähigkeiten als göttliche Gabe, jedermann Sache oder gar als gottlos versteht, ist heute jedem einzelnen überlassen.

Daher: Sei klug, weil Du jetzt weißt, was Du weißt!

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Arbeitsplatz der Zukunft

Das betahaus ist ein Raum für Coworking. Es hat sich zur Aufgabe gemacht einen Arbeitsplatz der Zukunft zu schaffen.

Gerade arbeite ich neben dem Studium in einem Start-up Unternehmen von Freunden, „Anleiter.de“. Sie haben ihr Büro seit knapp zwei Jahren im betahaus. Daher bekomme ich gerade viel von der einzigartigen Stimmung in diesem Haus mit. Man trifft täglich junge, innovative und offene Gründer und Gründungsinteressierte, die wie ich und wir darauf aus sind zu netzwerken. Man bekommt ständig neue Anreize, wird motiviert und sitzt direkt am Puls von Europas Start-up-Metropole Berlin.

Das betahaus meint, dass Werte nicht mehr in klassischen Büros geschaffen werden und dass „Wertschöpfung an unterschiedlichen Orten, zu unterschiedlichen Zeiten, in wechselnden Teamkonstellationen und ohne Festanstellung statt findet“. Diese Meinung entspricht auch meiner eigenen vollkommen.

Das betahaus bietet einen Raum für Start-ups, Freiberufler, Künstler und andere Arten von Unternehmen und Unternehmungen „mit einer Mischung aus entspannter Kaffeehaus-Atmosphäre und konzentriertem Arbeitsumfeld zwischen Arbeit und Privatsphäre an, in der Innovation und Kreativität gefördert wird“.

Man kann sich hier für einen einzigen Tag, eine Woche, einen Monat aber auch dauerhaft mit oder ohne Team einmieten und neben der innovativen „Macher-Stimmung“ den Service nutzten, der einem angeboten wird (zum Beispiel: Drucker, Getränkebestellung für den Arbeitsplatz, Nutzung von Konferenzräumen…).

Zum Beispiel haben Car2go und CoffeeCircle, die einigen bekannt sein dürften, ihr Büro im betahaus. Auch eines der Unternehmen, welches im Rahmen des Themenfeldes von einer Gruppe unterstützt wird ist hier vertreten. Leider komme ich nicht mehr drauf, welches es war, vielleicht könnt ihr mir weiter helfen.

Neben dem ersten betahaus in Berlin gibt es inzwischen noch weitere in Köln, Hamburg, Sofia und Barcelona. Weitere sind in Planung.

Wer Lust auf mehr bekommen hat, dem kann ich empfehlen das betahaus z.B. bei einer Führung kennenzulernen. Ansonsten gibt es jeden Donnerstag von 9.30 – 11.00 ein betabreakfast, bei welchem ein Unternehmen vorgestellt und diskutiert wird und man nebenbei noch die Chance hat, nicht nur mit betahaus-Mitgliedern zu netzwerken :). Auch ein Blick auf ihre Website ist empfehlenswert.

Wer weiß, wer von uns vielleicht auch bald sein Büro im betahaus hat!