Gen Y – How Boomer Babies are Changing the Workplace

Vor 10 Jahren noch die Thumb Gerneration, sind sie heute als die Digital Natives bekannt – die Ypsiloner, die goldene Generation, die Millennials – die Gewinner und Veränderer des heutigen Arbeitsmarktes. – Die Wiegenkinder der Achtziger und Neuziger.

Wir sprechen hier von der ersten Generation, die mit dem Internet sowie mobiler Kommunikation aufgewachsen und daher technologisch als überaus affin zu bezeichnen ist. Eine Tatsache, die schon vor einem Jahrzehnt erste Auswirkungen zeigte:

„Handheld-Technologien wie Mobiltelefone, GameBoys und Notebooks haben bei der Handy-Generation unter 25 Jahren zu einer biologischen Mutation des Daumens geführt“, so das Ergebnis einer Untersuchung der „Cybernetic Culture Research Unit“ an der Warwick University. Weiter berichtete schon damals die britische Zeitung „Observer“, seien durch mobile Geräte die Fingeraktivitäten in Richtung Daumen verlagert worden.

Bis heute hat sich diese Entwicklung intensiviert und lässt sich mittlerweile zunehmend auch im sozialen Kontext erkennen: die Millennials identifizieren sich über die Marken ihrer Computer oder Mobiltelefone. Sie sind Mac oder PC, Android oder iPhone Benutzer. Sie sind über Laptop, Smartphone, iPad o.Ä. am twittern, facebooken, whatupsen und so ständig in sozialen Netzwerken unterwegs.  Ihren klaren Status teilen sie in Online-Netzwerken offen und selbstbewusst mit, was wiederum dem Social-Media-Marketing eine immer größere Bedeutung zukommen lässt.

Darüber hinaus hat wohl kaum eine Generation die Arbeitsplätze so maßgebend verändert wie die Ypsiloner.

Seit über einem Jahrzehnt zählen sie nun schon zu den Arbeitsfähigen; Unternehmen sind auf sie angewiesen und dennoch immer noch nicht richtig auf sie vorbereitet. „Diese Gerneration wird die Arbeitskultur in den Unternehmen radikal umkrempeln“, so Anders Parment, der ein Buch über die Ypsiloner geschrieben hat.

Die „goldene Gerneration“ charakterisiert sich durch eine Reihe von Eigenschaften: Sie sind qualifiziert und haben eine gute Ausbildung genossen, die meisten haben einen Fachhochschul- oder Universitätsabschluss. Auslandaufenthalte, Arbeitsplatzwechsel und zahlreiche Praktika sind beinahe selbstverständlich. Sie sind dynamisch und kreativ, selbstbewusst, optimistisch, extrem anspruchsvoll und wählerisch. Routine ödet sie an. Sie arbeiten lieber in Teams; ob direkt vor Ort oder virtuell, während sie Hierarchiesysteme mehr und mehr verabscheuen. Sie möchten ihren Vorgesetzten auf Augenhöhe begegnen und zögern nicht lange mit ihrer eigenen Meinung und Kritik. Sie sind motiviert Überstunden zu machen, wenn sie darin einen Sinn erkennen und der Job Spaß macht. Doch anders als es charakterisierend für die Fünfzigerjahre war, wollen sie nicht mehr nichtstuend Stunden verstreichen lassen, sondern den Schreibtisch verlassen, wenn ihre Aufgaben erledigt sind.

Forderungen an den Arbeitgeber wie beispielweise Elternzeit, klare Aussagen über Karierechancen, gute Bezahlung, Weiterbildungen durch den Arbeitgeber, ect. zunehmend alltäglich, während dies früher außergewöhnliche Extras waren. Arbeitgebern bleibt hierbei im Rahmen der Einstellung neuer Mitarbeiter nur noch wenig Entscheidungsfreiheit, denn der Anteil der Millennials unter den Erwerbsfähigen wird von Jahr zu Jahr größer, während die Anzahl aller Erwerbsfähigen stetig und immer schneller abnimmt.

„Schon seit einigen Jahren nimmt die Verweildauer in den Firmen stark ab. Wer jetzt auf den Arbeitsmarkt kommt, weiß, dass er wertvoll ist und jederzeit wechseln kann“, sagt Wilhelm Bauer vom Fraunhofer-Institut für Arbeitswirtschaft und Organisation. Also bleibt dem Arbeitgeber nicht mehr viel anderes übrig, als sich den Anforderungen anzupassen.

Das ist auch der Grund dafür, dass Themen wie Unternehmensphilosophie, und -kultur, dezentralisierte Führung und Beyond Budgeting eine immer größere Bedeutung in der Unternehmeswelt bekommen.

Diese Themen richten sich also nicht mehr nur an Social-Entrepreneure, sondern an alle Unternehmer, die den deutlichen Trend der goldenen Generation überleben wollen – besser gesagt müssen.

Es ist für bestehende aber auch zukünftige Unternehmer, wie wir es in unserem Studiengang anstreben zu werden, von Vorteil dieses Phänomen von Beginn an zu beachten.

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3 Gedanken zu „Gen Y – How Boomer Babies are Changing the Workplace

  1. sarah sagt:

    Starker Artikel. Danke. Spricht uns aus der Seele und ist genau das, was wir (Julius und ich)zu Hause jeden Tage erleben. Große, mittelständige Traditionsunternehmen wollen eine hochmotiverte, eierlegende Wollmilchsau – sind im Gegenzug aber nicht bereit sich dem Wandel der Zeit anzupassen. Elternzeit, flexible Arbeitszeiten, Weiterbildung – nicht nur in diesem Artikel, sondern in der gelebten Realität ein Fremdwort. Wozu das führt haben wir auch jeden Tag vor Augen: Die jungen, gut ausgebildeten Mitarbeiter wechseln, was das Zeug hält.
    Zu beachten ist, dass dieses Verhalten natürlich sowohl Vor- als auch Nachteile bringt. Best practice ist wohl, auch einen ungebliebten Job für mind. zwei Jahre zu machen (natürlich nicht um jeden Preis), um Kontinuität und Durchsetzungsvermögen auch im Lebenslauf unter Beweis zu stellen.

  2. […] meinem letzten Blogeintrag zur Generation Y habe ich die Erwartungen von Arbeitnehmern wie Freiheit zum eigenen Engagement, Mitspracherecht, […]

  3. […] wir sind auf einem guten Weg.  Wie bereits beschrieben gibt es hier in den letzten Jahren bereits signifikante Änderungen, was ich persönlich sehr […]

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