Vom Tellerwäscher zum Millionär – bald nur noch ein Traum!

Oder? Nachdem ich mir in meinem letzten Blogbeitrag die Frage gestellt habe, warum die Samwer Brüder eigentlich so gottverdammt erfolgreich sind mit dem was sie tun, haben die Kommentare zu dem Beitrag die Frage aufgeworfen, warum einzelne Unternehmer erfolgreicher sind als andere?

Grundsätzlich sollte die Frage geklärt werden: „Was isn eigentlich Erfolg?“ Die Studie „2011 High-Impact Entrepreneurship Global Report“  der Unternehmensberater Ernst & Young definiert erfolgreiche Unternehmer als jene, deren durchschnittlicher Jahresumsatz jährlich um 20% steigt. Die Studie stellt zudem heraus, dass Faktoren für einen Erfolg das Alter des Unternehmers sind (bestens zwischen 25 und 48), ein Hochschulabschluss, die Veranlagung nicht als Einzelkämpfer, sondern als Teamplayer aufzutreten und das Geschäft auf internationaler Ebene aufzubauen. Im Grunde alles Faktoren, die so auch auf die „bösen Gebrüder“ Samwer zutreffen. Aber was ist die Grundlage des Erfolgs? Wo kommts her? Ist es in jedem von uns? Betrachten wir im Folgenden exemplarisch die drei reichsten Menschen der Welt und die drei am besten bezahlten CEO’s. Auffällig schon an dieser Stelle: Das Geschlecht spielt anscheinend eine große Rolle – alles Männer.

Carlos Slim Helu gilt mit einem geschätzten Vermögen von 53 Mrd US $ als der reichste Mensch der Welt. Grundlage für seinen Erfolg ist zum einen die familiäre Basis und zum anderen sein unbedingter Wille zum Erfolg. Die Geschäfte seines Vaters sicherten ein gewisses Vermögen, welches es ihm (und seinen Geschwistern) ermöglichte an renommierten Schulen zu lernen. Die schier unvorstellbare Wertsteigerung seiners Unternehmens Impulsora del Desarrollo y el Empleo ist jedoch einzig ihm und seinem Streben nach Erfolg zuzuordnen. Auch Bill Gates, auf Platz zwei der reichsten Personen der Welt, konnte nur dank des soliden Vermögens seiner Eltern an hochbegabten Schulen lernen, die seinem Talent gerecht wurden und ihm die Möglichkeit gaben Ideen zu verfolgen. Warren Buffet’s  (Platz drei, ebenfalls studiert) Erfolg ist nicht unbedingt auf die finanziellen Möglichkeiten seiner Eltern zurückzuführen. Aber ähnlich wie der Erst- und Zweitplatzierte zieht sich durch seine Vita der unbedingte Wille zum Erfolg und die Kraft andere zu überzeugen.

Lawrence J Ellison (Oracle / 556 Mio US $), Ray R Irani (Occidental Petroleum / 222 Mio US $) und John B Hess (Hess / 154 Mio US $) gelten als die drei Top CEOs der Welt. Sowohl Irani (Sohn eines Mathematikprofessors), als auch Hess entstammen priviligierten Familien und studierten an international anerkannten Universitäten. Lediglich Ellison  erscheint in der Tat als raw-modell eines Unternehmers. Aufgezogen  von russischen Verwandten, brach er sein Studium ab, um seine Firma Oracle durch Ehrgeiz und Kompetenz zum Erfolg zu führen.

Natürlich gilt diese Auswahl nur begrenzt als repräsentativ. Aber was isn nun? Genetisch bedingter Erfolg? Erziehung? Oder doch Bildung? Oder alles?

Ein Blick auf die ersten Fünf der zehn erfolgreichsten Unternehmen, die von Studenten gegründet wurden, könnte Aufschluss geben : Google – Stanford, Facebook – Harvard, Yahoo – Stanford, WordPress – University of Houston, Microsoft – Harvard.

Nicht nur, dass all diese Unternehmen an weltbekannten Universitäten ihren Ursprung haben: WIEDER alles Männer! Alle aus wohlsituierten Familien!

Was könnte also die Antwort sein?

Die Grundlage für den Erfolg ist die Kombination aus Bildung und Ehrgeiz. Ehrgeiz können erfolgreiche Eltern als Eigenschaft an ihre Kinder weiter geben. Bildung kann man kaufen. Da Bildung aber immer teurer wird, werden erfolgreiche Menschen zukünftig vermehrt aus wohlhabenden Dynastien entstammen. Vom Tellerwäscher zum Millionär? Dann nur noch ein Traum!

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4 Gedanken zu „Vom Tellerwäscher zum Millionär – bald nur noch ein Traum!

  1. BF sagt:

    Welches Geschlecht haben Ihre Gründer 😉
    Es ist sicher eine interessante Fragestellung – die man aber auch durchaus kontrovers diskutieren kann – schade, dass es keine weiteren Kommentare gibt.

  2. sarah sagt:

    Tatsächlich schade.

    Zugegeben: Die Behauptung, dass Geschlecht wäre ausschlaggebend kann natürlich kontrovers geführt werden. Trotzdem scheint dieser Beitrag (http://www.gruenderszene.de/hr/gruenderinnen-startup-szene) die These zu stützen. Nichtsdestotrotz würde ich (abgesehen vom Faktor Geschlecht) die Behauptung aufrecht erhalten, dass der Erfolg augenscheinlich sowohl vom finanziellen Backround als auch von der Bildung abhängig ist – wobei natürlich der Wille zum Erfolg / Ehrgeiz (die Persönlichkeit) nicht unterschätzt werden sollte! Es bleibt also (zumindest in diesem Punkt) nun doch die Frage: Wenn Erfolg auch von der Persönlichkeit abhängig ist, ist „the special sauce“ vielleicht doch genetisch bedingt?

  3. […] Also: Idee haben, Partner auswählen und umsetzen. Dann wird das vielleicht auch was, vom Tellerwäscher zum Millionär. […]

  4. […] müssen ehrgeizig und gut gebildet sein und viel […]

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