Arbeitsplatz der Zukunft

Das betahaus ist ein Raum für Coworking. Es hat sich zur Aufgabe gemacht einen Arbeitsplatz der Zukunft zu schaffen.

Gerade arbeite ich neben dem Studium in einem Start-up Unternehmen von Freunden, „Anleiter.de“. Sie haben ihr Büro seit knapp zwei Jahren im betahaus. Daher bekomme ich gerade viel von der einzigartigen Stimmung in diesem Haus mit. Man trifft täglich junge, innovative und offene Gründer und Gründungsinteressierte, die wie ich und wir darauf aus sind zu netzwerken. Man bekommt ständig neue Anreize, wird motiviert und sitzt direkt am Puls von Europas Start-up-Metropole Berlin.

Das betahaus meint, dass Werte nicht mehr in klassischen Büros geschaffen werden und dass „Wertschöpfung an unterschiedlichen Orten, zu unterschiedlichen Zeiten, in wechselnden Teamkonstellationen und ohne Festanstellung statt findet“. Diese Meinung entspricht auch meiner eigenen vollkommen.

Das betahaus bietet einen Raum für Start-ups, Freiberufler, Künstler und andere Arten von Unternehmen und Unternehmungen „mit einer Mischung aus entspannter Kaffeehaus-Atmosphäre und konzentriertem Arbeitsumfeld zwischen Arbeit und Privatsphäre an, in der Innovation und Kreativität gefördert wird“.

Man kann sich hier für einen einzigen Tag, eine Woche, einen Monat aber auch dauerhaft mit oder ohne Team einmieten und neben der innovativen „Macher-Stimmung“ den Service nutzten, der einem angeboten wird (zum Beispiel: Drucker, Getränkebestellung für den Arbeitsplatz, Nutzung von Konferenzräumen…).

Zum Beispiel haben Car2go und CoffeeCircle, die einigen bekannt sein dürften, ihr Büro im betahaus. Auch eines der Unternehmen, welches im Rahmen des Themenfeldes von einer Gruppe unterstützt wird ist hier vertreten. Leider komme ich nicht mehr drauf, welches es war, vielleicht könnt ihr mir weiter helfen.

Neben dem ersten betahaus in Berlin gibt es inzwischen noch weitere in Köln, Hamburg, Sofia und Barcelona. Weitere sind in Planung.

Wer Lust auf mehr bekommen hat, dem kann ich empfehlen das betahaus z.B. bei einer Führung kennenzulernen. Ansonsten gibt es jeden Donnerstag von 9.30 – 11.00 ein betabreakfast, bei welchem ein Unternehmen vorgestellt und diskutiert wird und man nebenbei noch die Chance hat, nicht nur mit betahaus-Mitgliedern zu netzwerken :). Auch ein Blick auf ihre Website ist empfehlenswert.

Wer weiß, wer von uns vielleicht auch bald sein Büro im betahaus hat!

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11 Gedanken zu „Arbeitsplatz der Zukunft

  1. Bruce Spear sagt:

    Excellent topic!

    These places are in every major city, and yesterday I read an article about startups that would use such places even in the US midwest, what we used to call „fly-over country,“ I would bet serious money that if I wanted to invest in such places one could find commercial real estate offices eager to explain the advantages, costs, occupancy rates, required services, optimal locations, lists of current occupants, etc., etc. in just about any city from here to California. You can probably find much of this on the web, too, so I’m wondering if your study might not benefit from a comparative analysis.

    The other thing you might do is make the connection to the research of Steven Johnson, whose video and concept Prof. Ripsas presented two weeks ago, or more properly, as Johnson is an especially talented journalist, to his sources (which he names), including case studies of innovation and knowledge transfer in a variety of contexts. My favorite is his story of innovations in nutrition and so health in a Vietnamese hamlet and the way he connects examples from many different places so that we begin to understand the principles — the science — associated with spaces of creativity and innovation.

    I bet you’d profit from building on the strong foundation you have here. Find a half dozen examples on the web and in the library, explore them as yo do here and more broadly following models from Johnson or others, and prepare, for your next visit to your client, to ask them pointed questions about the places and evaluation criteria they are using!

  2. jirka1972 sagt:

    Ein wenig erinnert es mich an die Unternehmensvorstellung, die wir vor kurzem im Themenfeld hatten. Ich sehe dieses Gebilde ein wenig gespalten. Einerseits kommt durch das Zusammentreffen der unterschiedlichen Menschen, Genre/Branchen ein Wachstum an Ideen und Kreativität in Fluss. Auf der anderen Seite habe ich hier kein gutes Gefühl, wenn es um Beständigkeit oder dauerhaftes Gemeinschaftsgefühl/Teamworking geht. Es zieht so ein Hauch von sozialer Oberflächlichkeit mit sich. Und gerade ein beständiger Arbeitsplatz oder auch das Gemeinschaftsgefühl – die Identifikation mit etwas – wird geringer. Der Freelancer verspürt zwar wie viele junge Leute einen Unabhängigkeits- und Freiheitsdrang – aber eine gewisse Sesshaftigkeit gehört m. E. auch dazu. Aber die gesamte Denkweise, wie sie am Beispiel vom „betahaus“ gezeigt wird, hat meiner Auffassung nach einen nicht unerheblichen Einfluss auf den gesellschaftlichen Wandel. — Bis ich ungefähr 30 war, da war ich zu Veränderungen in 80 % meines Lebensbereiches auch bereit. Ok – unerwartete und prägende Ereignisse kamen hinzu, doch zu einer solch großen Veränderung wie vor 10 Jahren bin ich nicht mehr bereit. Aber Bereitschaft zu Änderungen ist durchaus in großem Maße vorhanden, sonst würde ich ja nicht das Studium machen. Vielleicht ist es auch nur eine Sichtweise von mir, die durch Lebens- und Berufserfahrung geprägt ist, die bei jüngeren Menschen noch einsetzt…

  3. […] Arbeitsplatz der Zukunft « startupblog […]

  4. godiwajung sagt:

    Hier bin ich auf eine weitere, meiner Meinung nach sehr passende Beschreibung von Coworking-Häusern gestoßen:

    „Das ist der Coworking-Kerngedanke: Ein soziales Netzwerk – analog statt digital, direkter Kontakt statt Xing oder Facebook“ (http://goo.gl/q5IXi)

    Mir gefällt der Gedanke von einem analogen Facebook 🙂 !!!

    Auf „deskwanted.de“ findet man alle Coworking spaces weltweit.
    Europa hat die USA überholt und hat nun die meisten Coworkers!

    Es ist ein sehr spannendes Thema und eine große Motivation für mich!

  5. kris sagt:

    deskwanted ist ein Startup das ich persönlich ganz gut kenne. Ebenso das dazugehörige deskmag, also ein Online Magazin, dass sich mit der Co-working Szene beschäftigt. YOU IS NOW (http://www.youisnow.de) der Startup-Inkubator von ImmobilienScout 24, mein Arbeitgeber, hat deskwanted und deskmag sowohl finanziell als auch fachlich unterstützt. Wenn du dort mal einen Kontakt brauchst, sag gern Bescheid.

  6. godiwajung sagt:

    das hört sich ja super an, gut zu wissen!!!
    Vielen Dank

    Du arbeitest aber doch nicht bei ImmobilienScout 24!? Hat der Inkubator noch ein anderes bzw. sein eigenes Unternehmen?

  7. J sagt:

    Find ich einen ganz spannenden Blogpost. Gerade in der Flexibilität seitens selbstbestimmter Nutzung fertiger Büroräume in Kombination mit massiven Kosteneinsparungen und dem stets präsenten Gründer-Spirit innerhalb des Beta Hauses sehe ich viele Vorteile.
    Die angeführten Zweifel von jirka1972 kann ich aber ebenfalls nachvollziehen. Mit Sicherheit ist nicht ein jedes Unternehmen mit dieser Lösung bestens bedient und auch stark von Unternehmensphilosophie und Branche abhängig. Große oder hochtechnologisierte Unternehmungen werden ihr Pferd wohl auch zukünftig auf die konventionelle Arbeitsweise in eigenen Büros setzen.
    Für StartUps, die man der Kategorie „die jungen Wilden“ zurechnen kann, sympathisiere ich jedoch weiterhin mit dem Konzept vom Betahaus. Danke für den Post.

    • jirka1972 sagt:

      @J:
      „Für StartUps, die man der Kategorie “die jungen Wilden” zurechnen kann, sympathisiere ich jedoch weiterhin mit dem Konzept vom Betahaus“ – ja, aus dieser Sicht ist es bestimmt eine interessante Erfahrung. Sozusagen die „Sturm-und-Drang“-Periode. .

  8. Nico sagt:

    Tolles Thema. Ich denke, dass so ein Co-Working-Space gut geeignet ist für junge Unternehmen in und während der Gründungsphase. Allerdings bin ich, genauso wie Jirka, der Meinung, dass man nach einer gewissen Zeit ein Team zusammenstellen und ein eigenes Büro organisieren sollte. Die Ablenkung durch die Arbeitsprozesse der anderen Unternehmen würde zu groß werden. Ich kenne das durch die Firma, bei der ich angestellt bin. Ich arbeite in einer Onlinemarketingagentur. Wir waren damals in Kreuzberg mit zwei anderen Firmen in einer großen Bürogemeinschaft. Das Arbeitsklima war echt klasse, jedoch war die Konzentration und die Fokussierung auf die eigenen Aufgaben teilweise immer wieder unterbrochen worden. Aufgrund der Erweiterung unseres Teams auf mittlerweile ca. 30 Leute sind wir in ein eigenes Büro nach Charlottenburg gezogen. Auch hier haben wir ein gutes Arbeitsklima. Unser Altersdurchschnitt liegt bei knapp 27 Jahren. Das ist aber nur ein Grund für das nette MIteinander.
    Durch den Umzug sind wir aber auf jeden Fall viel effizienter und schneller geworden. Auch die Qualität unserer Arbeit hat stark zugenommen.
    Meiner Meinung nach sind solche Co-Working-Spaces desahlb eine geeignete Wahl für die Anfangsphase. Mit der Zeit sollte man allerdings auf seinen eigenen Beinen stehen.
    Es ist ja schließlich nicht der einzige gut geeignete Weg um zu netzwerken.
    Auch der Besuch bzw. die Präsenz auf Messen ist dafür sehr gut geeignet.

  9. […] Gründer müssen ehrgeizig und gut gebildet sein und viel netzwerken. […]

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