Dale Canergie

ImageIch habe vor etwas längerer Zeit mal ein Buch von Dale Canergie gelesen, welches ich sehr interessant im Umgang mit Menschen bzw. Arbeitnehmern/Angestellten empfand.

Dale Canergie lebte von 1888-1955. Er wuchs in sehr bescheidenen Verhältnissen auf  der Farm seines Vaters in Missouri auf und erarbeitete sich mit Fleiß sein Schulunterricht und Pädagogikstudium.

Er arbeitete Jahre lang als Verkäufer und erlernte die Techniken, um sich in der Branche durchsetzen zu können.

Verkauf-Kommunikation-Marktkenntnisse-Zielgruppen-Führung von Verhandlngen

Später führte er Veranstaltungen und Seminare zu den Themen der Kommunikation mit den Menschen untereinander und wie man zu einem erfolgreichen, einflussreichen Menschen werden könne.

Das Buch trägt den Titel : Die Kunst, beliebt und einflussreich zu werden.

Da wir uns hauptsächlich mit Unternehmensgründung und -nachfolge beschäftigen, könnte es von Interesse sein, sich „Teile“ von Carnegies Philosophien (gerade im Kontrast zu Machiavelli) zu nutze zu machen, um erfolgreich mit seinen Stakeholdern umgehen zu können. Des weiteren empfinde ich, dass er viele parallele Ansätze, zum finden des geeigneten Führungsstils, bietet. Nicht desto trotz bin ich nicht in jeder Regel der selben Auffasung, aber dies möchte jeder für sich selbst entscheiden

Hier ein paar Ansätze/Regeln von Canergie:

1. Kritisiere, verurteile und klage nicht (zu voreilig)

2. Gebe ehrliche und aufrichtige Anerkennung

3. Wecke in anderen lebhafte Wünsche

Dies sind die ersten drei Regeln aus seinem ersten Teil des Buches (Grundregeln für den Umgang mit Menschen), im zweiten Teil stellt er 6 weitere Regeln auf, die sich mit den Möglichkeiten, sich beliebt zu machen, beschäftigen. Im dritten Teil folgen weitere Möglichkeiten (12), wie man Menschen von sich überzeugen kann und im vierten geht er darauf ein, Menschen zu ändern ohne sie zu beleidigen oder zu verstimmen.

Ich empfinde, dass das Buch z.T. Grundwerte, moralische Grundzüge anspricht, die wir alle kennen, aber die in unserer Gesellschaft vielleicht das ein oder andere mal in Vergessenheit geraten sind und wieder hervorgekramt werden sollten. Es ist ein guter Ansatz (meine Meinung) diese Werte mit dem der Startups (unsere eigenen später oder die, die wir gerade betreuen) zu verbinden und nach Möglichkeit optimale nachhaltige Wertschöpfung für das Unternehmen aber auch für die Gesellschaft  schaffen.

Canergie ist nicht wirklich ein Ökonom, der sich auf Vertragsrecht oder Gewinnmargen oder der gleichen spezialisiert hat. Er ist vielmehr jemand, der erkannt hat, dass scheinbar ein Bedürfniss auf der Welt vorhanden ist, dass Menschen mehr über den Umgang miteinander erfahren möchten (Seminare, Vorlesungen usw.). Er bietet eine gute Basis für den allg. Umgang miteinander und könnte dabei helfen, nachhaltiger mit unseren Ressourcen (sprich unserem Team oder Mitarbeitern) umzugehen.

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8 Gedanken zu „Dale Canergie

  1. Max sagt:

    Guter Buchtipp! Ich werde mir das mal genauer ansehen. Weißt du, ob es davon ein e-book gibt?

  2. jirka1972 sagt:

    @Sepp3l: Stimmt, die Bücher von Canergie vermitteln gewisse Grundwert. Ich habe auch 3 Bücher von ihm im Schrank zu stehen und gelesen – wenngleich auch schon viele Jahre her. Ich entsinne mich sinngemäß an die Wertschätzung, die man seinem Gegenüber entgegenbringen sollte – egal, wer es ist. Ganz einfach, in dem man ihm beim Gespräch auch volle Aufmerksamkeit schenkt, auch für die kleinen Plänkeleien nebenher. Es wird einem gedankt, wenn man sich wiedersieht. Bsp.: Es war vor 8 oder 9 Jahren bei Falkensee, wo ich jede Woche einen Termin wahrgenommen habe. Dort war ein kleines Café, wo ich regelmäßig einkehrte. Ich bekam ein Gespräch der beiden Angestellten mit, wo es um den sehr kranken Jungen der einen ging. Ich sagte zunächst gar nix dazu. Eine Woche später bediente mich dieselbige Angestellte und ich fragte, ob es denn ihrem Sohn nun wieder besser gehe. Das Gesicht voller Überraschung und später dann ein Hauch von Freude. So ganz nebenbei bei meiner Kaffeebestellung…

  3. jirka1972 sagt:

    @ Max: Schau einfach mal hier, da ist eine Auswahl von eBooks in englischer und deutscher Sprache

    http://www.buecher.de/go/search_search/quick_search/q/cXVlcnk9ZGFsZStjYXJuZWdpZStlYm9vayZyZXN1bHRzPTI1/receiver_object/shop_search_quicksearch/

    P. S.: Wie bekomme ich denn hier die Links vernünftig hin, sieht ja abartig aus.

    • kris sagt:

      Jirka, versuch doch mal goo.gl – dort kann man lange Links verkürzen, ist recht simpel gehalten und tut was es soll..

      @Autor: guter Artikel, danke!

      • jirka1972 sagt:

        @ Kris: Ich technisches Embryo, ich alter Dinosaurier: ich pack es in meinen 5-Jahres-Plan…. 🙂 Danke für den Hinweis, mal schauen, ob es sich umsetzen lässt.
        Was den Artikel von Sepp angeht: Ja, er ist wirklich gut und animiert mich, dort auch einmal wieder reinzuschauen. Es ist wie bei vielen Dingen im Leben: Man sollte es sich anschauen und das mitnehmen, was man für sich selbst als nützlich erachtet.

        Oh Gott – diese Woche habe ich nur kommentiert und bin zu keinem eigenen Beitrag gekommen. Aber das wird bestimmt nicht – vielleicht wird es ja kumuliert… 😉

  4. godiwajung sagt:

    Hey 1LIT3RHMILCH – super Buchtipp!

    Einiges von dem, was Du zu Dale Canergie geschrieben hast, erinnert mich an George Washington Carver. Vor einiger Zeit habe ich seine Biografie gelesen (auch ein Buchtipp: George W. Carver – eine faszinierende Lebensgeschichte)

    http://www.biography.com/people/george-washington-carver-9240299

    Er ist in Missouri geboren, als in den Südstaaten der USA die Sklaverei herrschte. Nur ein paar Tage nach seiner Geburt wurde er verschleppt und es war ein Wunder, dass er überlebte. Er ist in armen Verhältnissen aufgewachsen aber war immer für alles, was er hatte dankbar. Er lernte alles, was ihm möglich war zu lernen und erkämpfte sich als Farbiger, kurz nach Beendung der Sklavenzeit seine Bildung.
    Er gründete zusammen mit Booker T. Washington eine Schule für Farbige, um diesen ein Werkzeug für die eigene Lebensgestaltung und Freiheit (mit der sie erst wieder zu leben lernen mussten) zu geben.
    Als der Baumwollkapselkäfer beinahe alle Baumwollfelder der Südstaaten (die meisten Familien lebten von dem Baumwollanbau) zerstörte und die Farmer somit nichts mehr hatten, riet Carver ihnen Erdnüsse anzupflanzen. Diese regenerieren nicht nur den über Jahre ausgelaugten Boden, sie haben so viele Nähwerte, wie kaum eine andere Pflanze.
    Dr. Carver entwickelte über 300 verschiedene Möglichkeiten zur Verarbeitung der Erdnuss. Darunter: Lebensmitteln, Stoffe, Seife, Medizin, Tinte, als Ersatz für Mehl, Butter, Käse und Kaffee.

    Er ist einer meiner größten Helden. Er hat sein Leben unternommen und das immer innovativ und ist somit ein riesen Unternehmer/Entrepreneur. Außerdem hat er immer etwas zum Wohl anderer unternommen – also ein social Entrepreneur? Wenn er kein Geld für seine eigene Schulbildung oder Ernährung brauchte, konnte er nichts damit anfangen. Alles was er brauchte war etwas gutes für die Menschen in dieser Zeit zu tun.

    Dale Canergie ist auch in Missouri, zur gleichen Zeit und auch in armen aber doch ganz anderen Verhältnissen aufgewachsen.
    Dale Canergie Ziel war es einflussreich und berühmt zu werden, George Carvers war es hilfreich zu sein, er sah sich als ein Diener Gottes. Einfluss hatte er schlussendlich sogar erheblichen aber berühmt wollte er nie werden.
    Die drei Grundsätze, die du beschrieben hast, passen auch sehr gut auf Carver, auch wenn er sie nie direkt formuliert hätte.
    Carvas Wunsch war es nie einen Menschen zu ändern – ich finde das ist auch eine sehr brutale Lehre! Warum soll man jemanden ändern? Vielleicht ändert sich jemand durch eine Begegnung aber eine Begegnung sollte doch nie das Ziel sein den anderen zu ändern!
    Der Punkt verantwortungsvoll und nachhaltig mit Ressourcen umzugehen, passt wieder auch auf Carver.

    Sin Tzus Prinzipien und Strategien passen wirklich gut auf Dale Canergie.
    Meine Frage bleibt aber trotzdem, ob es jemanden gibt, der vielleicht eher auf Unternehmer wie Götz Werner oder George Carver passen ! ?
    Ich bin gespannt auf Socrates!

  5. […] braucht sie ein gutes Team, den richtigen Führungsstil und müssen wissen, welche Kennzahlen wichtig […]

  6. 1liT3rHmILCh sagt:

    Gerade noch nen netten Artikel gefunden : http://starting-up.de/pages/posts/die-kunst-des-ueberzeugens-528.php . Hier geht änlich wie in dem Buch o.g. um die KUNST des Überzeugens mit sogennaten weichen Faktoren. Auch im Geschäftsalltag geht es darum sowohl kritik- als auch konfliktfähig zu sein und mit Mitarbeitern und Kunden bzw. Vertragspartnern (z.B. Lieferanten) eine gute Gesachäftsbeziehung zu führen, zu pflegen und nachhaltig aufzubauen, für eine wertschaffende ZUkunft.

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